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Hamburg bewirbt sich um EuroPride 2020

Die Mitgliederversammlung des Vereins Hamburg Pride hat das einstimmig beschlossen

CSD-Veranstalter Hamburg Pride e.V. bewirbt sich um den EuroPride 2020. Das hat die Mitgliederversammlung des Vereins einstimmig beschlossen. Hierzu erklärt Stefan Mielchen, Erster Vorsitzender von Hamburg Pride:

Hamburg hat zum 40. Geburtstag seines CSD im Jahr 2020 die Chance, sich der Welt als Stadt der Vielfalt und Weltoffenheit zu präsentieren

„Nicht nur in Deutschland, auch in Europa und den USA sind Populisten und Rechtsextreme auf dem Vormarsch. Sexuelle Minderheiten bekommen das besonders zu spüren (etwa nach dem Brexit-Votum im Vereinigten Königreich – MÄNNER-Archiv). Diesem gesellschaftlichen Rollback müssen wir uns mit aller Macht in den Weg stellen. Der EuroPride in Hamburg soll ein starkes Signal für die Werte einer offenen, solidarischen und freien
Gesellschaft sein und die Menschenrechte für LGBTI in den Fokus rücken, unter anderem mit einer internationalen Menschenrechtskonferenz. Hamburg hat zum 40. Geburtstag seines Christopher Street Days im Jahr 2020 die Chance, sich Europa und der Welt als Stadt der Vielfalt und Weltoffenheit zu präsentieren. Diese Chance wollen wir nutzen.“

Gesellschaft funktioniert nur miteinander, nicht gegeneinander

Ein Projekt wie den EuroPride, also einen CSD mit europäischer Strahlkraft und Ausrichtung, kann Hamburg Pride e.V. nur mit finanzieller Unterstützung der Stadt ausrichten. Hierzu erklärt Mielchen: „Wir haben bereits vielversprechende Gespräche mit den politisch Verantwortlichen geführt und werden dies mit dem Mitgliedervotum im Rücken jetzt noch intensivieren. Uns ist an einer breiten Unterstützung gelegen: Der EuroPride 2020 soll nicht nur ein Projekt unserer Community sein, sondern von einer breiten Mehrheit der Stadtgesellschaft getragen werden. Denn Gesellschaft funktioniert nur miteinander, nicht gegeneinander. Eine Stadt wie Hamburg mit ihrer weltoffenen, liberalen Tradition kann hier Vorbild sein und international Brücken bauen.“

Ob Hamburg den EuroPride 2020 ausrichten wird, entscheidet die Mitgliederversammlung der European Pride Organizers Association (EPOA) im Herbst 2017. Weitere Bewerberstädte sind Brüssel (Ausflug nach Brüssel – MÄNNER-Archiv), Bergen und Thessaloniki.

Auf der Mitgliederversammlung von Hamburg Pride e.V. standen auch Vorstandswahlen an, die mit einem jeweils einstimmigen Votum die große Geschlossenheit des Vereins demonstrierten. Die Vorstandspositionen für Finanzen und Presse wurden neu besetzt. Der bisherige Finanzvorstand Manuel Ehrich schied nach sieben Jahren ehrenamtlichen Engagements aus dem Vorstand aus, die Position Presse- und Öffentlichkeitsarbeit war in
den vergangenen zwei Jahren vakant.

Dem neuen Vorstand gehören an:
Stefan Mielchen (Erster Vorsitzender), Nicole Schaening (Zweite Vorsitzende), Meike Lockhorst (Finanzen), Patrick Orth (Kooperationen), Dominik Maggi (Vereinsleben), Matthias Leiß (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Jan Ole Torreblanca (Parade).

Titelbild: Shutterstock


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