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Bundesverdienstkreuz für Homoaktivist

Der Tag im Zeitraffer (23.11.2016)

Im Sommer ist er 70 geworden: Gerhard Hoffmann setzt sich seit 40 Jahren für die Gleichstellung homosexueller Menschen ein. Hoffmann gab ab 1975 gemeinsam mit Reinhard von der Marwitz, mit dem er zwei Jahre zuvor von München nach Berlin gekommen war, die erste deutsche politische Schwulenzeitung Die Schwuchtel heraus. Sie eröffneten 1977 in Berlin-Schöneberg die Kneipe „Anderes Ufer“ – das erste offene Lesben- und Schwulencafé der Welt, das heute „Neues Ufer” heißt. David Bowie (MÄNNER-Archiv) war in seiner Berliner Zeit oft dort, ebenso wie Iggy Pop.

Auf Initiative von Gerhard Hoffmann wurde 1996 vor dem Rathaus Schöneberg das erste Mal in Deutschland die Regenbogenfahne gehisst. Bekannt wurde er darüber hinaus durch sein Engagement für den Regenbogenfonds der schwulen Wirte und die Organisation des Schwul-Lesbischen Stadtfestes.  Die Berliner Bürgermeisterin und Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat überreicht ihm am kommenden Freitag im Berliner Rathaus das Bundesverdienstkreuz.

Malta verbietet Homoheilung

Auf Malta wird es bald verboten sein, mit sogenannten Konversionstherapien zu versuchen, Schwule zu „heilen“. Ein entsprechendes Gesetz wurde in den Ausschüssen beraten und angenommen und muss nur noch in der dritten Lesung beschlossen werden. Das ist eher ein formeller Akt: Alle Parlamentsmitglieder haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. Es ist dann illegal zu versuchen, die sexuelle Orientierung eines anderen zu verändern, unterdrücken oder zu verdrängen.

Sogenannten „Homo-Heilern“ droht dann eine Geldstrafe von 1.000 bis 5.000 Euro sowie fünf Monate Gefängnis. Für ausgebildete Ärzte und Therapeuten sind die Strafen schärfer: Ihnen drohen 2.000 bis 10.000 Euro Geldstrafe sowie bis zu ein Jahr hinter Gittern (MÄNNER-Archiv).

Niederländischer König besucht LGBTI-Organisation

Es war eine Premiere: Der König der Niederlande besuchte am Montag erstmals eine LGBTI-Organisation. Anlass war das 70. Gründungsjubiläum von COC Nederland. COC-Präsidentin Tanja Ineke nannte den Besuch eine riesige Ehre. Es sei davon auszugehen, dass der Besuch einen starken Eindruck auf queere Jugendliche habe. „Wenn man 13 ist und das Gefühl hat, lesbisch zu sein und man überlegt, sich zu outen oder zu verstecken, und man sieht, dass der König COC besucht – dann ist das eine enorme Bestätigung“ sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Auch wenn die Niederlande die ersten Nation waren, die es schwulen Paaren erlaubten, zu heiraten, sagte Ineke: Es sei noch eine Menge zu tun, bevor Mitglieder der niederländischen LGBTI-Community volle Gleichberechtigung erreicht hätten (MÄNNER-Archiv).

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Titelbild: Kriss Rudolph


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