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Großaktion gegen Homophobie im Sport

Alle Erstliga-Fußballclubs unterstützen eine breite Kampagne gegen Homophobie

Niemand wird in Großbritannien daran vorbeikommen: Alle Erstliga-Fußballclubs unterstützen eine breite Kampagne gegen Homophobie und eröffnen an diesem Wochenende ihre Spiele mit einer Regenbogenfahne. Auch der britische Rubgy Football Verband unterstützt die Aktion. Teil der Kampagne ist es auch, das Wembley Stadion an diesem Wochenende in den Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen.  Außerdem organisieren die Clubs Treffen mit LGBTI Fanorganisationen.

Zwei Drittel der Fußballfans sagten, mal sollte mehr tun, damit sich queere Sportler akzeptiert fühlen

Die LGBTI-Organisation Stonewall hat die Aktion angestoßen, nachdem 3 von 4 Fußballfans angeben haben, bei Sportevents homophobe Sprüche gehört zu haben. Zwei Drittel sagten, mal sollte mehr tun, damit sich queere Sportler akzeptiert fühlen. „Schwulen Spielern würde ich nicht zum Coming-out raten”, hatte dagegen der Vorsitzende des britischen Fußballverbandes Football Association Greg Clarke vor einem Monat gesagt und konstatiert: Fußball und Homosexualität seien offenbar in England noch immer nicht vereinbar (MÄNNER-Archiv)

Homophobie im Sport

Unterstützt die Kampagne: Matt Lister (Foto: Attitude)

In einem Kampagnenvideo sprechen sich der frühere englische Ex-Profifußballer Casey Stoney und der schwule ehemalige britische Kanute Matt Lister im Hinblick auf die LGBTI-Community dafür aus, dass Sport für alle da ist (der offen schwule Fußballer Robbie Rogers hat das anders erlebt – MÄNNER-Archiv).

Teams wie Arsenal London, Manchester United und Liverpool tragen bei ihren Spielen – und übrigens auch schon beim Training – Schnürsenkel in Regenbogenfarben. Darauf wird auch in der Bandenwerbung in den Stadien hingewiesen.

Homophobe Beschimpfungen nicht einfach hinnehmen

Stonewall-Geschäftsführerin Ruth Hunt, sagte: „Wir wissen, dass die Mehrheit der Fans für einen besseren, inklusiveren Sport sind.“ In der Kampagne gehe es darum, Menschen zu ermutigen, homophobe Beschimpfungen nicht einfach hinzunehmen.  Die Unterstützung der Fußball und Rugbyverbände sowie der Vereine seien dabei eine große Hilfe, so Hunt.

Titelbild: IMAGO/BPI (David Meyler von Hull City bindet sich die Regenbogenschnürsenkel zu)


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