Wie die Betreiber der neuen Meldestelle gestern mitteilten, erfassen Polizei und Strafverfolgungsbehörden Gewaltakte, die auf der sexuellen Orientierung oder der Geschlechtsidentität des Opfers basieren, bisher nicht gesondert. Mit Hilfe eines Online-Fragebogens und einer Hotline, die rund um die Uhr besetzt ist, können nun Opfer und Zeugen Diskriminierungen, Gewalt- und Hassverbrechen an queeren Menschen anonym melden. Rund 30 psychologische Berater, die selbst queer sind und ehrenamtlich arbeiten, unterstützen die Ratsuchenden, vermitteln Spezialisten oder helfen beim Gang zur Polizei.

Ab dem kommendem Jahr wird die Meldestelle zudem einmal pro Jahr sämtliche Vorfälle in einem Diskriminierungs- und Gewaltbericht der Öffentlichkeit und den Behörden zur Verfügung stellen und sie anonymisiert an die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) melden.

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