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Auf zur Titelverteidigung!

Der Tag im Zeitraffer (7.11.2016)

Leider kann man nur einer Kandidatin die Stimme geben, dabei hätten ihn alle drei redlich verdient, den Titel „Miss Homophobia 2016” – für ihren Kampf gegen Vielfalt, gegen die Ehe-Öffnung, gegen die LGBTI-Community. Die Aktivisten von Enough is Enough haben die Wahl eröffnet: Gabriele Kuby gegen Birgit Kelle gegen Hedwig Freifrau von Beverfoerde, die diese zweifelhafte Auszeichnung bereits im vergangenen Jahr erhielt (MÄNNER-Archiv).

„Die Gründerin der Initiative Familienschutz und Organisatorin der sogenannten Demo Für Alle ist zur aktivsten Vertreterin von Angst und Hass gegenüber Lesben und Schwulen in Deutschland geworden”, erklärten die Aktivisten damals. „Ob in öffentlich-rechtlichen Talkshows wie ‘Anne Will’ oder ‘Maybritt Illner’ bzw. auf den verschiedensten Podiumsdiskussionen der Republik, zuletzt auf der Bühne der Wochenzeitung Junge Freiheit, die als Sprachrohr der Neuen Rechten gilt, tritt von Beverfoerde immer wieder auf, um ihre klare Position gegen ein vielfältiges, buntes und offenes Deutschland zu verdeutlichen.” Hier geht es zur Abstimmung!

Referendum gegen Eheöffnung

Die Eheöffnung für Homosexuelle soll in Rumänien verhindert werden. Denn aktuell versteht die rumänische Verfassung eine Ehe als Verbindung „zwischen zwei Partnern”. Das gefällt vor allem der orthodoxen Kirche nicht, die befürchtet, dass das Land die Haltung zu Homosexualität in Zukunft weiter lockern könnte. Im Oktober hatte der Präsident Klaus Johannis bereits Akzeptanz für LGBTI gefordert (MÄNNER-Archiv).

Deshalb hat die „Koalition für die Familie“, ein Bündnis aus 23 Organisationen, im Juni eine Petition ins Parlament eingebracht: Die Ehe soll per Volksentscheid als Institution zwischen Mann und Frau definiert werden (MÄNNER-Archiv). Im Juli entschied das Oberste Verfassungsgericht von Rumänien schließlich, dass ein solches Referendum rechtens wäre. Eine entsprechende Verfassungsänderung könnte nur durch einen weiteren Volksentscheid rückgängig gemacht werden – eine große Hürde für die Eheöffnung.Teile der Sozialdemokraten, der aktuell sowohl im Senat als auch in der Abgeordnetenkammer stärksten Partei, wollen das Referendum nun so schnell wie möglich abhalten. Zwei Senatoren haben einen Gesetzentwurf eingebracht, wonach das rumänische Volk am 11. Dezember über das Eheverbot abstimmen soll (MÄNNER-Archiv).

Olivia Jones liest im Landtag

Die Einladung steht, seit bekannt geworden war, dass die Hamburger Drag Queen die AfD angezeigt hat. Nun macht sie es wahr: Olivia Jones, seit zwei Jahren Botschafterin der „Stiftung Lesen”, kommt der Einladung symbolträchtig in der Woche des „Bundesweiten Vorlesetags” nach und liest am 16. November im Magdeburger Landtag.

„Ich lese im Landtag, damit es vor allem die nicht so weit haben, die Nachhilfe in Sachen Toleranz und Vielfalt am nötigsten haben: Herr Poggenburg und seine Fraktionsmitglieder von der AfD“, erklärt Olivia ihr Anliegen. „Ausreden lasse ich nicht gelten. Ich will ihm ordentlich die Leviten lesen. Wir brauchen Feuerwehrleute und keine geistigen Brandstifter. Homophobie mit Pädophilie gleichzusetzen war an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten. Er soll wenigstens begreifen, dass man Kinder ganz unkompliziert über gleichgeschlechtliche Beziehungen aufklären kann, ohne auch nur einmal das Wort Sex zu benutzen oder den Nachwuchs gleich schwul zu machen.“ (MÄNNER-Archiv)

Titelbild: Enough is Enough


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