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Je toleranter, desto erfolgreicher

Unternehmen in Staaten mit Antidiskriminierungsgesetz stehen besser da

Firmen in denjenigen US-Bundesstaaten, die Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung verbieten, sind innovativer und melden mehr Patente an. Doch nicht nur das: Diese Firmen ziehen auch offenere Angestellten an, die „allgemein kreativer sind als homophobe Angestellte“.

Das ist das Ergebnis einer Studie der Ökonomen Huasheng Gao und Wei Zhang, die sie in der Fachzeitschrift „Management Science“ veröffentlicht haben. Die beiden Wissenschaftler haben Unternehmen aus Staaten mit Diskriminierungsschutz mit Firmen verglichen, die ihren Sitz in Staaten haben, in denen es erlaubt ist, aufgrund der sexuellen Orientierung zu diskriminieren. (Gegen das homophobe Gesetz in North Carolina haben sich 160 Geschäftsführer eingesetzt – MÄNNER-Archiv.)

Dafür haben sie die Aktivitäten von 58.009 US-Unternehmen zwischen 1976 und 2008 ausgewertet. Gao und Zhang haben verglichen, wie viele Patente in den Jahren mit Anti-Diskriminierungsgesetzen angemeldet wurden. (Das sind die LGBTI-freundlichsten Arbeitgeber – MÄNNER-Archiv.)

Acht Prozent mehr Patente

Das Ergebnis ist eindeutig: Firmen melden mehr Patente an – und sind damit innovativer – wenn sie von einem Antidiskriminierungsgesetz betroffen sind. „Ganz allgemein sind diejenigen Angestellten, die homofreundlich sind, auch jünger, besser gebildet, toleranter, offener, riskanter, haben einen vielfältigen kulturellen Hintergrund und zeigen einen stärkeren Liberalismus“, schreiben die zwei Forscher.

„Außerdem tendieren diese Arten von Menschen dazu, kreativer zu sein. Im Gegensatz sind diejenigen, die älter sind, auch konservativer, religiöser und homophober“, ergänzen sie. In harten Zahlen bedeutet das, dass Firmen in diskriminierungsfreien Staaten acht Prozent mehr Patente anmelden. Das ist ein eindeutiger Vorteil für diese Firmen, was beweist, dass Homophobie nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Wirtschaft schlecht ist.

Titelfoto: Shutterstock/StockStudio


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