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Keine Adoption für homophobes Ehepaar

„Die Kinder brauchen Mama und Papa“ – der Satz wird zum Verhängnis

Ein verheiratetes Ehepaar aus Großbritannien hat seit etwa einem Jahr zwei Pflegekinder im Vorschulalter. Als ein Mitarbeiter des Jugendamts dem Paar mitteilte, dass zwei schwule Männer die Kinder adoptieren wollen, fragte das christliche Ehepaar, ob es sich um einen „Witz“ handele. (In Österreich wurde jetzt as erste Kind von einem schwulen Paar adoptiert – MÄNNER-Archiv).

Zwei Tage später haben der Mann und die Frau selbst beantragt, die Kinder zu adoptieren. Sie sollen gesagt haben: „Wir glauben wirklich, dass die Kinder eine Mama und einen Papa brauchen.“ Über das Paar sind aus rechtlichen Gründen keine Details bekannt, außer dass sie in ihren 40ern sind.

Christliche Aktivisten finden die Entscheidung „beunruhigend“

Das Jugendamt hat den Antrag jedoch zurückgewiesen. Das begründet die Behörde mit der „Besorgnis“ der derzeitigen Pflegeeltern über homosexuelle Paare. In Großbritannien werden Regenbogenfamilien derzeit besonders gefördert. So hat das britische Bildungsministerium angekündigt, mehr finanzielle Mittel zur Förderung von Adoptionen für Antragssteller aus der LGBTI-Community zur Verfügung zu stellen, um eine größere Akzeptanz zu erreichen und bessere Unterstützung der Verwaltungsvorgänge zu gewährleisten (MÄNNER-Archiv).

Dass das Paar die Kinder nicht adoptieren darf, kritisieren christliche Aktivisten hingehend als „beunruhigend“. Sie befürchten, das könnte andere traditionelle Paare, die an die klassische Familie glauben, von einer Adoption abhalten.

Pflegeeltern legen Berufung ein – „keine homophoben Ansichten“

Andrea Williams, Geschäftsführerin der christlichen Organisation „Christian Legal Center“ unterstützt das Paar. Sie sagte der „Sunday Times“: „Sie haben nur das Gefühl, dass die Kinder eine Mutter und einen Vater brauchen – es geht gar nicht um Diskriminierung.“

Das Paar selbst hat inzwischen Einspruch gegen die Entscheidung eingelegt. Sie betonen, dass sie „keine homophoben Ansichten ausgedrückt“ haben.

Titelfoto: pixabay


5 Kommentare

  1. Andreas Heine

    „Der oberste Gerichtshof in England stellte fest, daß die Nicht-Diskriminierung aufgrund sexueller Neigungen Vorrang vor religiösen Überzeugungen habe.“ und diesmal erhält der oberste Gerichtshof meine volle Unterstützung. Habe etwas weitergegoogelt besonders über die christlichen Organisation „Christian Legal Center“und unter http://www.ead.de/arbeitskreise/religionsfreiheit der evang. Allianz. Liebe und Geborgenheiit hat nichts mit dem Geschlecht zu tun, also Vater und Mutter als solches keine zwingende Norwendigkeit. Es ist rein homophobes Gehabe der Pflegeeltern und dieser Organisation/Kirche.Es wird noch lange dauern bis diese sich den moderne Menschenrechten für alle gleich öffnet.

  2. Stefan Jank

    Es ist ja zum einen anzuerkennen, wenn jemand ein Pflegekind aufnimmt. Stelle mir das auch schwierig für die Pflegeeltern vor wenn es dann heißt, es gibt jetzt Adoptiveltern.

  3. Roman Hoffmann

    Sehr gut. Die sind schon Lichtjahre weiter als Deutschland. Homophobe Eltern sollten allein deshalb kein Kind adoptieren dürfen, weil ja das Kind homosexuell sein könnte und dann wäre es für das Kind die Hölle


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