koning-willem-alexander-okt-15-l

König besucht LGBTI-Organisation

Willem-Alexander besucht COC anlässlich des 70. Jubiläums

Die Niederlande gehören zu den tolerantesten Ländern der Welt. Das Königreich war 2001 der erste Staat der Welt, der die Ehe für Homosexuelle geöffnet hat. Amsterdam gilt als Eldorado für schwule Touristen, die Parade auf den Kanälen lockt jährlich Hunderttausende Besucher an (Hier gibt’s Fotos vom Pride 2015 – MÄNNER-Archiv).

Da ist es umso verwunderlicher, dass noch nie ein regierender König eine LGBTI-Organisation besucht hat. Das wird Willem-Alexander ändern: Er wird Ende November mit Aktivisten von COC Nederland sprechen. Der Anlass ist das 70-jährige Bestehen der Nichtregierungsorganisation, die 1946 gegründet wurde und damit die älteste noch bestehende LGBTI-Organisation der Welt ist.

Zuletzt verstärkt Homophobe Zwischenfälle in den Niederlanden

„Wir fühlen uns sehr geehrt, dass er uns besuchen wird“, sagt Tanja Ineke, Vorsitzende von COC. „Wir sehen seinen Besuch als echte Unterstützung von LGBTI-Menschen in den Niederlanden und überall in der Welt, da sie immer noch um Akzeptanz und gleiche Rechte kämpfen müssen.“

Und auch in den Niederlanden selbst häuften sich in letzter Zeit homophobe Zwischenfälle: In der Stadt Leiden übermalten Jugendliche einen Regenbogen-Zebrastreifen (MÄNNER-Archiv), in Amsterdam wurden wenige Tage vorher homophobe Flugblätter verteilt. Darauf war zu lesen, dass sowohl das Judentum als auch das Christentum und der Islam Homosexualität verbiete (MÄNNER-Archiv).

Auch Ehefrau Máxima engagiert sich für die Community

Laut offizieller Mitteilung wird König Willem-Alexander, der seit 2013 König der Niederlande ist, mit verschiedenen Vertretern von COC sprechen. Darüber hinaus trifft er sich mit queeren Menschen, „die Teile der Gesellschaft repräsentieren, wo Akzeptanz häufig fehlt.“

„Er wird LGBTI-Jugendliche hören sowie Menschen mit bikulturellem oder religiösem Hintergrund. Außerdem trifft er LGBTI-Rentner, um über ihre Erfahrungen zu sprechen.“ Daneben stehen Treffen mit Ehrenamtlichen auf dem Programm.

Auch seine Frau Máxima setzt sich für LGBTI-Rechte ein: Die gebürtige Argentinierin nahm 2013 an einer europäischen LGBTI-Konferenz teil. Anfang des Jahres besuchte sie ein internationales Symposium zur Gesundheit von Transgendern.

Titelbild: RVD/Jeroen van der Meyde


0 Kommentare



Likes & Shares

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. mehr Info

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close