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Er schreibt homophobe US-Gesetze mit

Seine evangelikale Organisation „Liberty Counsel“ kämpft für religiöse Freiheit

Die homofeindlichen Äußerungen amerikanischer Politiker, etwa von Donald Trumps Kandidat als Vizepräsident Mike Pence (MÄNNER-Archiv) sind nur die Spitze des Eisbergs. Ihre Ausfälle sind nur die, die öffentlich werden. Die evangelikale Organisation „Liberty Counsel“, die für religiöse Freiheit kämpft – etwa die, andere Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung zu diskriminieren – arbeitet vor allem im Hintergrund. Sie ist es auch, die Kim Davis juristisch vertrat, als die sich im vergangenen Jahr weigerte, Homopaaren Hochzeitslizenzen auszustellen, und ins Gefängnis musste (MÄNNER-Archiv). Verständlich, wenn man auf der Homepage des Vereins liest, wofür er steht:

„Kindern geht es am besten in einem Zuhause mit einer Mutter und einem Vater. [Die Regierung sollte] die Ehe verteidigen und nicht versuchen, sie zu unterlaufen.” Keine bürgerliche Instituion und kein Gericht habe die Autorität, die Ehe umzudefinieren – „genauso wenig, wie sie die Schwerkraft neu definieren kann.”

Mitarbeit an homofeindlichen Gesetzen in 22 Bundesstaaten

Derzeit schreibt „Liberty Counsel” an LGBTI-feindlichen Gesetzen in 22 US-Bundesstaaten mit. Wie jetzt ans Licht kam, hilft der Gründer und Anführer der Organisation, Mat Staver, Mitgliedern der Republikanischen Partei dabei, homo- und transfeindliche Gesetze für eine ganze Reihe von Staaten zu schreiben. In einer Mitteilung an ihre Unterstützer, mit der sie diese Woche um Spenden bat, enthüllte die Gruppe laut Pink News, wo sie überall die Finger drin hat.

„Liberty Counsel arbeitet pro bono mit 22 Bundesstaaten daran, die empörende ‘Bathroom’-Bewegung zu bekämpfen.” Im Fokus stehen damit Gesetze wie das sogenannte HB2 in North Carolina, das sich gegen die LGBTI-Gemeinde richtet und jeglichen Schutz vor Diskriminierung unterbindet (MÄNNER-Archiv)

“Es ist wichtig, dass die Gouverneure und Gesetzgeber der Staaten hart blieben und diese fehlgeleitete Agenda bekämpfen”, findet Staver. „Wir helfen bei jedem Schritt auf diesem Weg.“

Es ist lächerlich, dass man einem verwirrten Mädchen, das das Jungenklo benutzen will, als Jungen behandeln soll

Wenig überraschend, dass Staver selbst keine besonders hohe Meinung von queeren Menschen hat. So verglich er LGBTI-Aktivisten mit Pädophilen. Oder behauptete, Kinder würden zu gleichgeschlechtlichen Beziehungen gezwungen. Er findet es „lächerlich, dass man ein verwirrtes Mädchen, das das Jungenklo benutzen will, als Jungen behandeln soll” und sich auch noch der US Supreme Court mit solchen Fällen befassen soll.

Mit Pistole aufs Klo

Seine Frau Anita, Präsidentin von Liberty Counsel, sagte, sie gehe nur noch mit einer Pistole auf die Toilette, um Trans*Frauen abzuschrecken: “Ich will mich vor den Perversen schützen, die das Gesetz als Vorwand benutzen, um sich an Frauen ranzumachen.”

Titelbild: Screenshot/Liberty Counsel


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