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Luzern soll Regenbogenstadt werden

Es wäre die 4. Stadt in der Schweiz, die dem Bündnis beitritt

Die Bürgerlich-Demokratische Partei Kanton Luzern startet morgen eine Unterschriftensammlung zu ihrem ersten Bevölkerungsantrag. Die Stadt Luzern soll aufgefordert werden, die Übereinkunft „Rainbow Cities Network“ zu unterzeichnen und somit ein Zeichen der Offenheit und „gelebten Gesellschaftsliberalität“ zu setzen, wie die Partei mitteilt.

In Zeiten des Populismus soll mit dem Beitritt zum Rainbow Cities Network ein wichtiges Zeichen für Toleranz gesetzt werden

Die BDP will „ein klares Zeichen gegen Homophobie und für eine offene Gesellschaft“ setzen und führt derzeit noch Gespräche mit Queer Office und Network Region Innerschweiz, um diese beiden Organisatonen ins Boot zu holen. „Alle Parteien, die sich für eine offene Gesellschaft einsetzen wollen, haben nun die Chance, ihren Worten Taten folgen zu lassen“, teilte der Luzerner BDP-Präsident Denis Kläfiger mit. Seine Partei setze ihr Versprechen für die Gleichberechtigung der LGBTI Community um und beweise, dass man sich auch als bürgerliche Partei für alle Bürgerinnen und Bürger einsetzen kann. In Zeiten des Populismus solle mit dem Beitritt zum Rainbow Cities Network ein wichtiges Zeichen für Toleranz gesetzt werden.

Genf, Zürich und Bern sind schon dabei

Das „Rainbow Cities Network“ ist ein Zusammenschluss europäischer Städte mit dem Ziel, auf lokaler Ebene die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität zu bekämpfen. Die Anliegen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Intersex-und Trans-Menschen sollen sichtbar gemacht und in der lokalen Politik berücksichtigt werden. Dem Netzwerk gehören aktuell über 30 Städte an, darunter auch Genf und Zürich. Die Stadt Bern hat vor kurzem beschlossen, ebenfalls beizutreten (MÄNNER-Archiv).

Britische Aktion gegen Homophobie im Sport

Niemand wird in Großbritannien daran vorbeikommen: Alle Erstliga-Fußballclubs unterstützen eine breite Kampagne gegen Homophobie und eröffnen an diesem Wochenende ihre Spiele mit einer Regenbogenfahne. Auch der britische Rubgy Football Verband unterstützt die Aktion. Teil der Kampagne ist es auch, das Wembley Stadion an diesem Wochenende in den Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen.  Außerdem organisieren die Clubs Treffen mit LGBTI Fanorganisationen.

Die LGBTI-Organisation Stonewall hat die Aktion angestoßen, nachdem 3 von 4 Fußballfans angeben haben, bei Sportevents homophobe Sprüche gehört zu haben. Zwei Drittel sagten, mal sollte mehr tun, damit sich queere Sportler akzeptiert fühlen. „Schwulen Spielern würde ich nicht zum Coming-out raten”, hatte dagegen der Vorsitzende des britischen Fußballverbandes Greg Clarke vor einem Monat gesagt und konstatiert: Fußball und Homosexualität seien offenbar in England noch immer nicht vereinbar (MÄNNER-Archiv).

Gegen das Schlechtmachen der anderen

Bei der Wiederholung der Stichwahl der Bundespräsidentenwahl am 4. Dezember in Österreich würden laut Unique Research für ATV und heute.at (18.11.)  51 % Van der Bellen wählen, einen Unterstützer der LGBTI-Gemeinde. Geht man nach Gallup (17.11.), gibt eine Mehrheit von 52 % ihre Stimme dem rechtspopulistischen FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer. Der hat bereits deutlich gemacht: „Ich will, dass nur Paare aus Männern und Frauen das Recht haben, in Österreich Kinder zu adoptieren!”

Das Kampagnenteam von Van der Bellen hat nun ein Video veröffentlicht, das binnen 22 Stunden über eine Million Mal angesehen und über 26.000 Mal geteilt wurde. „Für mich ist es wahrscheinlich die letzte Wahl“, sagt die 89-jährige Wienerin Gertrude in ihrem eindrucksvollen Video-Statement und warnt davor, den Rechtspopulisten die Stimme zu geben. „Das Schlechtmachen anderer – das stört mich am allermeisten.“ (hier geht’s zum Video – MÄNNER-Archiv)

Titelbild: Shutterstock/Denis Linine


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