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LGBTI-Ehrenamtler ist Mr Gay Germany

Der Tag im Zeitraffer (9.11.2016)

Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Marketing-Dienstleister arbeitet Pascal seit zweieinhalb Jahren ehrenamtlich im „diversity München e.V.“ (einem LesBiSchwule und Trans* Jugendzentrum) als Gruppenleiter und wurde Anfang September zu einem der drei Vorstände gewählt. Der Verein hat über 800 Mitglieder. Pascal engagiert sich dort, weil er selbst während
seines Coming-outs und in der Zeit davor keine Anlaufstelle hatte, um sich mit anderen auszutauschen und queere Jugendliche kennenzulernen.

Pascal ist 21 Jahre alt, kommt aus Emmerich am Rhein (NRW) und lebt seit drei Jahren in München. (Sein Vorgänger als Mr Gay Germany war Tony Eberhard – MÄNNER-Archiv). Insbesondere durch seine Kampagne „DON´T HIDE“ (für mehr Sichtbarkeit von queeren Jugendlichen, für die es auch in ländlicheren Gegenden eigene Gruppen in Jugendzentren oder Schulen geben soll) und sein überzeugendes Auftreten konnte er sich im Finale am Wochenende in Köln gegen seine fünf Mitbewerber durchsetzen: in einem 30-minütigen Interview vor der 14-köpfigen Jury aus Vertretern der Community im und abends in einer großen Finalshow. Den 2. Platz belegte Manuel Wiedemann, 27, Eventmanager aus Berlin, den 3.Platz Niko Wirachmann, 26, Musicaldarsteller aus Köln. Der Jury gehörte u .a. Mr Gay World Roger Gosalbez (MÄNNER-Archiv) aus Spanien an.

Donald Trump ist der 45. US-Präsident

Die USA haben gewählt: Donald Trump, einen Milliardär ohne jedwede politische Erfahrung. Für LGBTI ist das eine Katastrophe. So hat Trump im Wahlkampf seinen Wählern versprochen, den offenen Sitz im Verfassungsgericht und jeden weiteren, der in den nächsten vier Jahren frei werden könnte, mit ultrakonservativen Richtern zu besetzen, die versuchen werden, die im letzten Jahr vom Verfassungsgericht durchgesetzte Eheöffnung rückgängig zu machen. Und auch versuchen würden, einen Weg für eine Wiedereinführung von Don’t Ask Don’t Tell, das Verbot von Schwulen und Lesben beim Militär zu finden. Die Durchsetzung von Gesetzen wie HB2 in North Carolina, das von vielen prominenten US-Amerikanern verurteilt wurde (MÄNNER-Archiv), wird unter einem konservativ besetzten Verfassungsgericht deutlich einfacher werden. Außerdem stehen Anti-Diskriminierungsgesetze auf dem Spiel und Trump hat auch darüber spekuliert, ob LGBTI überhaupt eine zu schützende Minderheit sind.

Unsere aktuelle Umfrage:

Die Umfrage ist bereits beendet!Hier die Ergebnisse:

Wirkt sich Trumps Sieg negativ auf die Situation für die LGBTI-Community aus?

Webseite der kanadischen Einwanderungsbehörde bricht zusammen

Schon die Präsidentschaftsvorwahlen im Frühjahr veranlassten etliche US-Amerikaner dazu, über eine Auswanderung nach Kanada nachzudenken – das zeigte eine Auswertung von Google Trends. Nach den Erfolgen der US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump und Hillary Clinton am „Super Tuesday” suchten auffällig viele Amerikaner bei Google nach Auswanderungsmöglichkeiten. Vor allem das benachbarte Kanada erfreute sich hoher Beliebtheit. Die Anzahl der Anfragen stieg damals um 1.150 Prozent zum üblichen Niveau. Die meisten Suchanfragen wurden im US-Bundesstaat Massachusetts gestellt, wo sich Trump fast die Hälfte der Stimmen unter den Republikanern sichern konnte.

Seit sich heute in der Wahlnacht abzeichnete, dass Donald Trump  der 45. Präsident der Vereinigten Staaten wird, beschäftigen sich wieder viele US-Bürger mit Auswanderungsgedanken – so viele, dass die offizielle Seite der kanadischen Einwanderungsbehörde zusammenbrach. Sie ist auch zur Stunde noch nicht wieder erreichbar (MÄNNER-Archiv).

Titelbild: Chicos Production/TomPe


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