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Nach Trump: Ansturm auf LGBTI-Nummern

Vor allem junge LGBTI sind besorgt

Die Nachricht, dass Donald Trump der 46. Präsident der Vereinigten Staaten wird, hat viele Menschen weltweit entsetzt. So sehr wir den Wahlausgang in Deutschland auch bedauern, schlimmer ist das Ergebnis für diejenigen, die mit Trump als Präsident leben müssen. (Was Trump für LGBTI bedeuten könnte – MÄNNER-Archiv.)

Dass viele LGBTI in den USA verunsichert sind, hat sich schon in der Wahlnacht gezeigt: Die Hilfstelefone von „The Trevor Project“ haben einen massiven Anstieg an Anrufen verzeichnet. Besonders Unter-25-Jährige haben die Nummer gewählt. Dasselbe Bild bot sich auch bei der „Trans Lifeline“, einer Telefonberatung für Trans*menschen. (Dabei haben laut Wahlumfragen der New York Times 14 Prozent der LGBTI-Wähler für Donald Trump gestimmt (MÄNNER-Archiv).

The Trevor Project: Telefonseelsorge rund um die Uhr

„Fast jeder ist besorgt und verunsichert. Es gibt die Angst, dass der Fortschritt, den wir erreicht haben, rückgängig gemacht wird“, sagte Steve Mendelsohn von „The Trevor Project“ gegenüber Yahoo.

Das Projekt betreibt die einzige Krisen- und Suizid-Telefonseelsorge für jugendliche LGBTI, die rund um die Uhr erreichbar ist. Sie wurde 1998 ins Leben gerufen, als der Kurzfilm „Trevor“ auf HBO lief. Der Film handelt von Trevor, der wegen seiner Homosexualität gemobbt wird und sich deshalb das Leben nehmen will.

Erstes homophobes Hassverbrechen bereits in der Wahlnacht

„Viele junge Menschen wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen, also rufen sie uns an. Nach Orlando haben sich die Menschen verbündet. Es herrschte die Stimmung, dass die Dinge besser werden. Jetzt gibt es die Angst, dass alles auseinanderfällt und sich die gesamte Infrastruktur auflöst“, ergänzte Steve Mendelsohn.

Bereits in der Wahlnacht kam es in San Diego (Kalifornien) zu einem homophoben Hassverbrechen. Dem kanadischen Filmproduzenten Chris Ball wurde auf dem Weg nach Hause von einer Bar eine Flasche über den Kopf gezogen. Zuvor besuchte er eine Bar, in welcher der Wahlausgang verfolgt wurde. Er erzählte der kanadischen Online-Zeitung Metro, dass die Atmosphäre vor Ort immer aufgeladener wurde, je klarer wurde, dass Trump die Wahl eventuell gewinnen würde. „Leute haben angefangen, mich homophob zu beschimpfen. Ich habe mich verbal gewährt, wollte aber auch niemanden provozieren. Sie sagten Dinge wie ‘Wir haben jetzt einen ganz neuen Präsidenten, ihr Schwuchteln” (MÄNNER-Archiv).

Die Umfrage ist bereits beendet!Hier die Ergebnisse:

Wirkt sich Trumps Sieg negativ auf die Situation für die LGBTI-Community aus?

Titelfoto: Shutterstock/Lolostock


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