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Österreichs Standesämter für alle!

Der Tag im Zeitraffer (22.11.2016)

Schwule und lesbische Paare in Österreich können sich künftig so wie Heteros am Standesamt verpartnern. Das hat heute der Ministerrat beschlossen. Bisher konnten Eingetragene Partnerschaften nur vor den Bezirksverwaltungsbehörden geschlossen werden. Ausgenommen die sogenannten Stataturstädte wie Wien, Graz oder Salzburg (15 insgesamt), die ein eigenes, landesgesetzlich Stadtrecht erlassen haben. Des weiteren wurden bisher die gemeinsamen Namen von Homopaaren als „Nachname“ geführt, aber nicht als Familiennamen. Gleichgeschlechtliche Paare, wenn sie eine Eingetragene Partnerschaft geschlossen haben, verloren damit ihren Familiennamen und durften nur noch einen gemeinsamen Nachnamen tragen. Hier wird das Namensrecht an das für Ehen geltende Recht angeglichen.

Sachfremde Erwägungen, die Ehe in ihrer einzigartigen Bedeutung verkennen, stehen dahinter

Schon im Vorfeld hatte die römisch-katholische Bischofskonferenz diese Verbesserung für Homopaare kritisiert. Es sei davon ausgegangen werden, „dass sachfremde, die Ehe in ihrer einzigartigen und von anderen Beziehungsformen klar abzuhebenden Bedeutung verkennende Erwägungen hinter dem vorliegenden Entwurf stehen“, hießt es in der Stellungnahme der Bischofskonferenz.

Weniger Abwertung homosexueller Menschen

10 Prozent der Deutschen werten homosexuelle Menschen ab. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Gespaltene Mitte. Feindselige Zustände“ der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Befragung zielte darauf ab, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit der Bevölkerung zu erheben. Neben Einstellungen zu Homosexuellen und Trans*-Menschen wurde auch nach Vorbehalten gegenüber Asylsuchenden, Wohnungslosen, Sinti und Roma, Muslimen sowie Menschen mit Behinderung gefragt. Dass jeder zehnte repräsentativ Befragte Homosexuelle gegenüber Heterosexuellen abwertet, erscheint auf den ersten Blick eine hohe Zahl. Doch der Vergleich mit den Ergebnissen aus den Jahren zuvor zeigt, dass sich die Einstellung verbessert: 2007 stimmten mehr als 20 Prozent der Aussage zu, Homosexualität sei unmoralisch. (MÄNNER-Archiv)

Sambia will schwule Fußballer schützen

Der Fußballverband von Sambia gibt sich eine neue Satzung. Darin soll auch der Schutz vor homophober Diskriminierung enthalten sein. Die neuen Regeln entstehen auf Druck des Fußball-Weltverbandes FIFA. Im Entwurf der Football Association of Zambia (FAZ) heißt es: „Diskriminierung jeder Art gegen ein Land, eine Person oder eine Menschengruppe aufgrund der Ethnie, Hautfarbe, nationalem oder sozialen Ursprung, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer Meinung oder jeder anderer Meinung, Wohlstand, Geburt oder jedes anderen Status, sexueller Orientierung oder jedes anderen Grundes ist strengstens verboten und wird mit Suspendierung oder Ausschluss bestraft.” (Heute wurde in Berlin ein Kämpfer gegen Homophobie im Fußball geehrt – MÄNNER-Archiv)

Dass der sambische Fußballverband damit ausdrücklich Homosexuelle vor Diskriminierung schützen möchte, ist bemerkenswert. Denn Homosexuelle werden in dem Land im südlichen Afrika mit bis zu 14 Jahren Gefängnis bestraft (MÄNNER-Archiv).

Titelbild: Shutterstock/Rawpixel.com


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