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Großrazzia gegen Salafisten

Der gebürtige Palästinenser Ibrahim Abou-Nagie rechtfertigt die Todesstrafe für Homosexuelle

Der gebürtige Palästinenser Ibrahim Abou-Nagie (Jahrgang 1964) ist ein radikaler Salafist und gilt als einer der führenden Köpfe in der Szene. Im vergangenen Jahr stand er in Köln vor Gericht, weil er sich Hartz-IV-Leistungen erschlichen haben soll, und wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Zuvor war er wiederholt angeklagt worden, weil er zur Störung des religiösen Friedens aufgerufen oder gar zum Mord an einem Islamkritiker aufgerufen hatte, doch die Verfahren mussten mangels Beweisen eingestellt werden.

Todesstrafe für Schwule schützt Muslime

In seinen Hassvideos prophezeit er Juden und Christen das Höllenfeuer, propagiert die Vernichtung Andersgläubiger und rechtfertigt – zum „Schutz” von Muslimen – die Todesstrafe für Schwule. Für ihn ist Homosexualität eine Krankheit, die nur dank einer Manipulation „zionistischer Medien” als „modern” gelte. (Dieser Hassprediger durfte in London Vorträge halten – MÄNNER-Archiv)

Abou-Nagie hat die Kampagne „Lies!“ ins Leben gerufen, bei der seit 2011 in Fußgängerzonen oder vor Bahnhöfen kostenlos Koran-Übersetzungen an Passanten verteilt werden. Dasselbe geschah u. a auch in London unter dem Motto „Read!”:

Salafisten

Foto: Die Wahre Religion / Facebook

Seine salafistische Organisiation „Die wahre Religion” (DWR) mit über 170.000 Facebook-Fans gilt als Missionierungsnetzwerk. Ihre Mitglieder sollen Terroranschläge verherrlicht und den „Islamischen Staat“ (IS) unterstützt haben. (Die Terrororganisation brüstet sich immer wieder damit, Schwule zu töten – MÄNNER-Archiv)

Razzia in 200 Wohnungen und zwei Moschee-Vereinen

Salafisten

Vorerst letzter Facebookpost von DWR heute Morgen (Screenshot)

Heute nun hat das Bundesinnenministerium ein Vereinsverbot gemäß § 3 Absatz 1 und § 17 Nummer 3 Vereinsgesetz gegen DWR und die Verteilung des Koran erlassen. Seit dem frühen Morgen rückten bundesweit Hunderte Polizeikräfte aus und durchsuchten nach Informationen der Welt rund 200 Wohnungen und zwei Moschee-Vereine in zehn Bundesländern, vor allem in Berlin, Hessen und Baden-Württemberg. Außerdem sind offenbar sämtliche Vermögenswerte der verbotenen Organisationen beschlagnahmt worden.

Titelbild: IMAGO/Michael Schick


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