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Schwule Paare haben besseres Sexleben

Sie sind eher dazu bereit, daran zu arbeiten, wenn etwas nicht mehr läuft

Schwule Männer haben in Langzeitbeziehungen im Vergleich zu Heteros das bessere Sexleben. Sie sind nicht nur eher bereit dazu, etwas am Sex zu ändern, wenn es nicht mehr läuft. Schwule Paare glauben auch weniger daran, für einen auserwählten Partner bestimmt zu sein.

Das hat die Psychologin Jessica Maxwell von der Universität Toronto herausgefunden. Dafür hat sie 1900 schwule, lesbische und heterosexuelle Paare zu ihrer Beziehung und ihrem Liebesleben befragt. „Schwule und Lesben glauben eher daran, sich sexuell weiterzuentwickeln Sie glauben seltener an ihr Schicksal, wenn es um Liebe geht”, sagte sie „Gay Star News”. Das sei „ermutigend”, denn die Paare, die an ihrem Sexleben arbeiten, sind die glücklichsten. Auch macht es zufriedener, wenn man nicht an sein Schicksal glaubt. (In welchem Auto wir am liebsten Sex haben – MÄNNER-Archiv.)

Heteros glauben öfter daran, füreinander bestimmt zu sein

„Wir wissen, dass Missverständnisse beim Sex über die Zeit unausweichlich sind”, ergänzt die Wissenschaftlerin. Dafür findet sie einen passenden Vergleich: „Das Sexleben ist wie ein Garten, der gegossen und gedüngt werden muss, um ihn aufrecht zu erhalten.”

Auf die Frage, ob die Paare es wichtig finden, am Sex zu arbeiten, erreichten die Homosexuellen einen Wert von 6,02 gegenüber 5.68 bei den Heteros. Bei der Frage nach dem „sexuellen Schicksal”, wie Maxwell es nennt, ist der Unterschied noch größer: Da liegen Schwule und Lesben bei 2,69, während Heteros den Wert 3,17 erreichen. Das heißt, Heteros glauben öfter daran, für jemanden bestimmt zu sein. (Welche Vorteile eine offene Beziehung haben kann – MÄNNER-Archiv.)

Probleme im Bett sind ganz normal

Die Ergebnisse lassen vermuten, dass Schwule und Lesben „eine gesündere Sicht auf Sex haben, was gleichzeitig die Beziehung und die sexuelle Befriedigung pflegt”, ergänzt Maxwell. Da sie Frauen und Männer nicht unterschieden hat, lassen sich keine Unterschiede zwischen lesbischen und schwulen Paaren machen.

Mit ihrer Forschung hofft die Psychologin, zeigen zu können, dass Probleme im Bett ganz normal sind. Das bedeutet nicht, betont sie, dass eine Beziehung vor dem Aus steht.

Titelbild: Shutterstock/Zdorov Kirill Vladimirovich


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