Trump meets with brace of education candidates Continuing a day of one on one meetings with candidat

Trump will homophobe Bildungsministerin

Die Familie der Milliardärin Betsy DeVos hat riesige Summen an Anti-LGBTI-Organisationen gespendet

Wer darauf gehofft hatte, dass sich die Politik des gewählten Präsidenten der USA von seiner homophoben, frauen- und islamfeindlichen und fremdenfeindlichen Kampagne unterscheiden würde, ist in den letzten Tagen oft enttäuscht worden (MÄNNER-Archiv). Donald Trump hat sich die Rechtsaußen der US-Politik in sein zukünftiges Kabinett und als Berater geholt und macht auch im Bildungssektor so weiter. Er hat sich Betsy DeVos als zukünftige Bildungsministerin ausgesucht. Die Milliardärin aus Michigan hat nicht nur keinerlei Regierungserfahrung, sondern ist auch das Gegenteil von der offenen, LGBTI- und Minderheitenfreundlichen Bildungspolitik unter Präsident Obama. DeVos und ihr Ehemann haben in den letzten Jahren Millionen von Dollar an Anti-LGBTI-Initiativen gespendet, under anderem den Kampf gegen die Eheöffnung.

Aktive Homo- und Transphobie scheinen eine Art Familientradition bei den DeVos zu sein

Sie waren federführend im Kampf für einen Verfassungszusatz in Michigan, der die Ehe ab 2004 als eine Institution zwischen Mann und Frau festschrieb und der erst im Zuge der US-weiten Eheöffnung 2015 beseitigt wurde. Die Douglas and Maria DeVos Foundation, die von DeVos Schwager finanziert wird, spendete, laut US-Medien, 2009 500.000 Dollar an die National Organizition for Marriage, die sich in vielen Bundesstaaten gegen die Eheöffnung einsetzte. Richard DeVos Sr., Betsys Schwiegervater, war in den 1980ern Mitglied von Ronald Reagans AIDS-Kommission und sagte HIV-Positiven damals: „Sie sind für ihre eigenen Taten verantwortlich und können sich auch einfach dementsprechend verhalten.“ Reagans HIV- und AIDS-Politik wird von vielen Aktivisten für den Tod Tausender Menschen verantwortlich gemacht. Betsys Mutter, Elsa Prince Broekhuizen, hat in Michigan Kampagnen gegen die Eheöffnung unterstützt und hatte auch Geld für den Kampf für Proposition 8 übrig, mit dem in Kalifornien die Öffnung der Ehe für einige Jahre verboten wurde. Außerdem saß sie in Führungsgremien der Anti-LGBTI-Organisationen Family Research Council und Focus on the Family. Aktive Homo- und Transphobie scheinen eine Art Familientradition bei den DeVos zu sein.

Heute ist ein dunkler Tag für die öffentliche Bildung in Amerika

Im Bildungssektor ist Betsy DeVos bislang vor allem durch ihren Einsatz gegen das öffentliche Schulsystem aufgefallen. Sie möchte ein Gutscheinsystem einführen, das Eltern die Wahl zwischen öffentlichen und privaten Schulen und dem Unterrichten der eigenen Kinder zu Hause lässt. Gegner dieser Strategie sagen, so würde man das öffentliche Schulsystem ruinieren. Randi Weingarten, der Präsident der Amerikanischen Lehrervereinigung, veröffentlichte nach der Bekanntgabe von DeVos Nominierung ein Statement, in dem unter anderem zu lesen war: „DeVos hat keinerlei Erfahrung wenn es um das Unterrichten unserer Kinder geht. Ihr einziger Beitrag zu diesem Thema bislang, war, dass sie das Geld ihrer Familie in Michigan dazu genutzt hat, das öffentliche Schulsystem zu untergraben. Jeder in Amerika muss in großer Sorge sein, sollte sie versuchen, ihre extremen Ansichten auf unser gesamtes Land anzuwenden.“ Pfarrer Barry Lynn, der Geschäftsführer der Organisation „Amerikaner für die Trennung von Staat und Kirche“, wies noch auf eine andere Bedrohung hin: „Gutscheine für Privatschulen verstoßen gegen das Prinzip der Religionsfreiheit in der Bildung, weil Steuerzahler damit gezwungen werden, auch kirchliche Privatschulen mit zu finanzieren. Heute ist ein dunkler Tag für die öffentliche Bildung in Amerika.“

Foto: Imago/Pacific Press Agency


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