Homorekord in TV-Serien

Über 25 lesbische oder weibliche bisexuelle TV-Charaktere sind allerdings dieses Jahr gestorben

So viele schwule Charaktere wie nie bevölkern derzeit amerikanische TV-Serien. Das hat die US-LGBTI-Organisation GLAAD in ihrem jährlichen Bericht festgestellt. Für Lesben allerdings sind Serien oft tödlich: Über 25 lesbische oder weibliche bisexuelle TV-Charaktere sind – so wollte es das Drehbuch – dieses Jahr gestorben – darunter eine Figur aus „Orange is the New Black”.

Sind queere Menschen verzichtbar?

Es sei ein Jahrzehnte altes Muster, dass LGBTI Charaktere sterben, um die Storyline einer Heterofigur voranzutreiben. Das sende die gefährliche Botschaft aus, so GLAAD, dass queere Menschen verzichtbar sind. In ihrem Jahresbericht  „Where We Are on TV“ zählte man die LGBTI Charaktere, die von Juni 2016 bis Mai 2017 zu sehen sind.

Bereits seit 2005 ermittelt GLAAD den Anteil von queeren Charakteren und stellt dieses Mal eine Rekordzahl von schwarzen Figuren und Charakteren mit Behinderung fest.

Die LGBTI-Quote beträgt 4.8 Prozent: In insgesamt 900 klassischen TV-Serien sind 43 queere Charactere zu finden, 8 mehr als im Vorjahr. Bei Serien der Streamingdienste fand man sogar 65 queere Figuren, die regelmäßig zu sehen sind – sechs mehr als im Vorjahr. Die meisten davon sind lesbisch, 43 % nämlich. Dieser Anteil liegt deutlich höher als im klassischen TV-Bereich. Dann gibt die sogenannten Cable series (dazu gehört „Game of Thrones“ (immer wieder mit Preisen überhäuft – MÄNNER-Archiv) beim Bezahlsender HBO): Dort wurden sogar 142 LGBTI Charactere ausgemacht, ein Plus von 5 %. (Auch in deutschen Serien tut sich was – MÄNNER-Archiv).

Kein Unterschied zwischen den verschiedenen Anbietern stellte man bei der Beliebtheit von Trans-Figuren fest: Ihr Anteil hat sich mehr als verdoppelt – von 7 auf 16.

Nachholbedarf bei HIV-positiven Figuren

Nachholbedarf gibt es noch bei HIV-positiven Figuren: Zwar findet sich mindestens eine in TV, Kabel und Streaming-Serien, aber nur eine regelmäßig auftauchende Figur wurde gezählt, nämlich Oliver in „How to Get Away with Murder“ (eine schwule Kussszene fiel der Zensur im philippinischen Fernsehen zum Opfer – MÄNNER-Archiv).

Unsere Lieblingshomos in TV-Serien zum Durchklicken:

Titelbild: How to Get Away with Murder (ABC)


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