Presumptive Republican nominee for President Donald Trump stands with his pick for Vice President M

LGBTI fühlen sich von Trump bedroht

Die Ergebnisse unserer Wochenumfrage sind eindeutig

Am Dienstag war es soweit: Nach anderthalb Jahren Wahlkampf, entscheiden die US-Wähler, wer zukünftig das mächtigste politische Amt der westlichen Welt bekleidet. Zur Wahl standen ein ehemaliger Showmaster ohne jedwede politische Erfahrung, aber mit kontroversen Ansichten zu Migranten, Geflüchteten, Frauen und LGBTI. Und eine Politikerin mit 30 Jahren Berufserfahrung, die schon Außenministerin war, und von so gut wie allen Medien der USA als „fast überqualifiziert” für ihr eventuelles zukünftiges Amt dargestellt wurde. Hillary Clinton wäre die erste Frau an der Spitze der US-Regierung gewesen, ein historisches Ereignis. Aber es kam anders: Zwar entschied sich die Mehrheit der US-Bürger für Clinton, die 490.000 Wähler-Stimmen mehr bekam als ihr Gegner, aber wegen des amerikanischen Wahlsystems, in dem die wähler Wahlmänner und -frauen wählen, die dann den Präsidenten wählen, heißt der nächste präsident der USA Donald Trump. Und der ist erste Präsident der USA, der sich auf Twitter mit Cher gestritten hat, auch irgendwie historisch. Donald Trump hat im Wahlkampf sehr verschiedene und teils widersprü´chliche Dinge zu LGBTI-Rechten gesagt. Vor konservativen Wählern öfter mal, dass er sich als Präsident dafür einsetzen würde, die Eheöffnung in den USA rückgängig zu machen, Don’t Ask, Don’t Tell wieder einführen wolle und auch den Diskriminierungsschutz einschränken will, auf dem Nominierungsparteitag versprach er allerdings auch öffentlich, er würde die Rechte von LGBTI nicht beschneiden.

Vizepräsident Pence hat sich seit dem Wahlsieg nicht mehr zu LGBTI geäußert, hat allerdings eine Bringschuld gegenüber seinen ultrakonservativen Fans.

Darüber, wo sein Vizepräsident steht, kann es allerdings keinen Zweifel geben: Mike Pence ist der US-Politiker, der in seinem Bundesstaat vor zwei Jahren einen Gesetzentwurf unterstützt hat, der dazu führte, dass gleichgeschlechtliche Paare schon für den Antrag auf eine Heiratslizenz ins Gefängnis hätten kommen können, ist dafür staatliche Gelder aus HIV-Programmen abzuziehen und stattdessen für Conversion Therapie, auf gut Deutsch: Homoheilung, auszugeben und glaubt immer noch, die Ehe sei nur für einen Mann und eine Frau das Richtige. Er hat sich seit dem Wahlsieg nicht mehr zu LGBTI geäußert, hat allerdings eine Bringschuld gegenüber seinen ultrakonservativen Fans. Wir wollten wissen, wie Ihr den Wahlausgang seht, und das Ergebnis ist eindeutig. Fast Tausend von Euch haben abgestimmt und mehr als die Hälfte glaubt, dass Trumps Präsidentschaft sich auch international negativ für LGBTI auswirken wird. Gut 20 Prozent aller Teilnehmer meinen, ihre queerpolitischen Auswirkungen bleiben nur auf die USA beschränkt, fast neun Prozent halten seine Ankündigung für Wahlkampfgetöse und 7,8 Prozent glauben, die LGBTI-Bewegung in den USA könnte erfolgreich Widerstand leisten. Insgesamt gilt: Die überdeutliche Mehrheit von Euch hat Angst vor einem Präsidenten Trump und seiner LGBTI-Politik. Wir werden sehen, ob die berechtigt ist.

Foto: Imago/UPI

Die Umfrage ist bereits beendet!Hier die Ergebnisse:

Wirkt sich Trumps Sieg negativ auf die Situation für die LGBTI-Community aus?


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