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Südaustralien stellt Homopaare gleich

Der Grund dafür ist eine tragische Liebesgeschichte

Der Kampf um die Eheöffnung in Australien ist in vollem Gange und hat viele prominente Unterstützer (MÄNNER-Archiv). Es sieht aus, als müssten die sich noch eine Weile bemühen, aber, es gibt positive Zwischenstopps zu vermelden:

Im September brachte die Labor-Abgeordnete Katrine Hildybrand die Relationships Register (no.1) Bill in Parlament von Südaustralien ein, wo sie seitdem diskutiert wurde und ihren Weg durch verschiedene Ausschüsse nahm. Das Gesetz sieht vor, dass gleichgeschlechtliche Paare sich offiziell als solche eintragen lassen können, was ihnen viele der Rechte von Eheleuten einbringt, unter andrem auch den „Ehegatten“-Status. Außerdem werden Ehen, die im Ausland geschlossen worden sind, als solche anerkannt.  Der Rechtsausschuss von Südaustralien hat nun bekannt gegeben, dass das Gesetz in Kürze rechtskräftig werden wird.

Ich bin so nah an glücklich, wie ich es die letzten Monate überhaupt war

Das wird eine Person noch mehr freuen als viele andere: den Briten Marco Bulmer-Rizzi. Denn das Gesetz ist auch eine Reaktion auf seine tragische Geschichte. Marco wollte mit seinem Ehemann David Bulmer-Rizzi ihre Flitterwochen in Australien verbringen, wo David überraschend starb. Weil Australien ihre Ehe nicht anerkannte, musste Davids Vater aus dem tausende Meilen entfernten Großbritannien alle Formalitäten erledigen, Auskünfte einholen und wurde darüber informiert, dass die Sterbeurkunde seines Sohnes den Vermerk „nie verheiratet“ tragen würde.

Als Marco versuchte, mit Davids Urne in Großbritannien einzureisen, wurde ihm am Flughafen die Asche seines Mannes weggenommen, wegen des Vermerks auf der Todesurkunde. Nachdem die Geschichte weltweit für Entsetzen gesorgt hatten, versah die britische regierung alle in Großbritannien verheirateten Paare mit „Eheleute“-Papieren, die belegten, dass die Paare wirklich verheiratet waren. Das ist für Südaustralien nun  nicht mehr nötig.

Es ist schön zu sehen, wie diese Gesetze beide Kammern unseres Parlamentes passieren

Von Buzzfeed News auf die Gesetzesänderung angesprochen, reagierte Marco hoch erfreut: „Ich kann es immer noch nicht glauben. Ich habe heute Morgen um drei Uhr die Nachricht bekommen, dass das Gesetz durch ist und eingeführt wird. Das bedeutet so viel, für mich und für uns. Ich bin so nah an glücklich, wie ich es die letzten elf Monate überhaupt war.“ Außerdem hat Südaustralien in einem anderen Gesetz gleichgeschlechtlichen Paaren diese Woche das Adoptionsrecht eingeräumt und den Zugang zu künstlicher Befruchtung für lesbische paare geebnet. Die Grünen-Abgeordnete Tammy Frank sagte: „Es ist schön zu sehen, wie diese Gesetze beide Kammern unseres Parlamentes passieren. Wir wissen nun mit Sicherheit, dass sie umgesetzt werden.“

Bild: Facebook


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