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Coming-out statt Erdbeben

Der neuseeländische Abgeordnete Paul Foster-Bell kommt raus, um gegen die Kirche zu protestieren

Brian Tamaki ist Bischof der fundamentalistischen Destiny Church von Neuseeland. In einer Predigt am November machte er Schwule für das Entstehen von Erdbeben verantwortlich (MÄNNER-Archiv). Das massive Beben im Jahr 2011, bei dem 185 Menschen starben, sei die Schuld von Schwulen und sogar eines schwulen Priesters. Kürzlich hatte die Erde in Neuseeland erneut gebebt, was Tamaki offenbar zu seiner Hasspredigt veranlasste. Die Erde verkrampfe sich unter dem Gewicht einer bestimmten menschlichen Sünde (gemeint ist Homosexualität) und müsse nach einer Weile kotzen – das seien die bekannten Naturkatastrophen. Denn „die Welt und die Natur sei nie geschaffen worden, die Last unserer Missetaten zu tragen“.

Ich hielt es unter diesen Umständen für meine moralische Pflicht

Da manche Dinge einfach zu dumm sind, um sie einfach aushalten zu können, hat, Paul Foster-Bell, ein Mitglied des neuseeländischen Parlaments auf seine ganz eigene Weise reagiert: mit seinem Coming-out. er begründete das damit, dass Tamakis Aussagen schädlich für junge LGBTI sein könnten, und er dem, und dem Rechtsruck in den USA, öffentlich etwas entgegensetzen wolle. „Ich hielt es unter diesen Umständen für meine moralische Pflicht“, so Foster-Bell. Er wird es leicht haben, denn seine Partei, die Nationale liste, hat schon einen anderen offen schwulen Abgeordneten: Christopher Finlayson.

Mehrere Hundert Menschen hielten einen Drag-Queen-Disco Gottesdienst ab

Die Community reagierte noch ein bisschen fantasievoller: Mehrere Hundert Menschen hielten einen Drag-Queen-Disco Gottesdienst vor dem Hauptquartier der Destinys Church in Manukau ab. Teilnehmer waren in Drag unterwegs und tanzten zu „YMCA“. Wayne Baker, der den Protest organisiert hatte, sagte derTageszeitung New Zealand Herald: „Es ist gut gelaufen. Wir hatten viel Unterstützung und eine Menge Leute waren gekommen, um mit uns zu feiern und uns anzufeuern.“ Und niemand hatte deswegen Angst vor Erdbeben. Scheint, als stünde Brian tamaki mit seinen ansichten relativ alleine da.

Foto: Facebook


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