will-and-grace-debbie-reynolds

Debbie Reynolds ist tot

Die 84-Jährige soll einen Schlaganfall erlitten haben

Nur einen Tag nach dem Tod ihrer Tochter Carrie Fisher („Star Wars“) ist am Mittwoch die Schauspielerin Debbie Reynolds gestorben. Die 84-Jährige soll einen Schlaganfall erlitten haben.

Reynolds spielte Bobbi Adler, die Mutter von Grace in „Will & Grace“ (die Serie soll vor einem Comeback stehen – MÄNNER-Archiv) und war zuletzt im Kino als Liberaces Mutter an der Seite von Michael Douglas zu sehen. Ihre Karriere begann mit 16, als sie bei einem Schönheitswettbewerb von Warner Brothers entdeckt wurde und in kürzester Zeit Singen, Tanzen und Make-up lernen musste, um an der Seite von Gene Kelly die Rolle zu übernehmen, die ihren Durchbruch bedeutete: 1952 kam „Singin in the Rain“ ins Kino (dt: „Du sollst mein Glückstern sein“).

Vor zwei Jahren erzählte sie in einem Interview, dass sie mit zahlreichen schwulen Schauspielern ausgegangen ist, damit deren Sexualität geheim blieb. Sonst hätten sie kein Engagement bekommen, so Reynlds. „Jeder, mit dem ich ausging, war schwul. Außer Robert Wagner“ erzählt sie damals dem Telegraph.

„Frauen wollen nicht ins Kino gehen und einem tollen Kerl dabei zusehen, wie er Männer küsst“, sagt Reynolds weiter. Rock Hudson sei ein enger Freund gewesen, der es nicht wagte, sich zu outen, darum habe er die Sekretärin seines Agenten geheiratet, um es zu vertuschen. „Er wohnte nie mit ihr zusammen und sie bezahlten sie.“ (Wie Nancy Reagan dem Schauspieler ihre Hilfe verweigerte, kurz bevor er starb – MÄNNER-Archiv)

Es gab überhaupt Diskussion darüber, ob man offen schwul sein konnte

In ihren Memoiren „Unsinkable“, die 2013 erschienen, erzählte sie von ihrem Filmpartner Tab Hunter aus „Damn Yankees“. Vor ihrem Filmkuss habe sie gedacht, es würde sein, als küsste sie ihren Bruder – und so war es auch. „Tab ist wie mein Bruder“, schrieb Reynolds. „Es waren die frühen 50er. Es gab überhaupt Diskussion darüber, ob man offen schwul sein konnte. Aber ich wusste, dass Tab es war, und ich war ihm freundschaftlich verbunden, aber da war keine Romantik.“

Sie habe immer wieder mit Schwulen gearbeitet, erzählt sie 2012 einer anderen Zeitung. „Über die Jahre habe ich immer wieder mit Jungs gearbeitet, die als Tänzer engagiert waren, die schwul waren. Die Kreativen waren alle schwul, von den Produzenten bis zu den Autorne. Für mich war das meine Familie.“

Das große Sterben 2016 – wir erinnern an David Bowie, Prince, Roger Cicero u.v.m. (MÄNNER-Archiv)

Titelbild: „Will & Grace“ (Szenenphoto)


4 Kommentare


Schreibe einen neuen Kommentar



Likes & Shares

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. mehr Info

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close