penisknochen

Deshalb haben wir keinen Penisknochen

Viele Säugetiere haben einen Knochen im Penis, doch der Mensch nicht

Britische Forscher haben jetzt herausgefunden, wieso und wann der Mensch den Penisknochen verloren hat. Andere Säugetiere dagegen können sogar mit einem riesigen Knochen im Penis auftrumpfen: Das Walross hat mit 60 Zentimeter den längsten.

Viele weibliche Säugetiere haben mit dem Klitorisknochen ein entsprechendes Pendant. Um herauszufinden, wofür dieser Knochen gut ist, hat ein Forscherteam um Christopher Opie vom University College in London dessen evolutionsbiologische Entwicklung untersucht.

Der Knochen sorgt für mehr Standhaftigkeit

Dafür verglichen die Forscher Form, Umfang, Gewicht und Länge der Knochen aus verschiedenen Lebewesen miteinander. Anschließend stellten sie zur Verteilung des Knochens mathematische Modelle auf.

In ihrer Studie, veröffentlich im „Proceedings of Royal Society B”, schreiben sie, dass der Penisknochen vor allem denjenigen Tieren bei der Fortpflanzung hilft, die sich während des Sex auch noch andere männliche Konkurrenten im Blick haben müssen. Denn der Knochen mache den Penis vor allem an der Spitze standhafter. (Garantiert keinen Penisknochen hat auch dieser Penis-Schmink-Trend – MÄNNER-Archiv.)

Die Monogamie ist schuld

Dafür spricht auch, dass vor allem solche Säugetiere einen Penisknochen besitzen, bei denen der Geschlechtsakt länger dauert. Schimpansen etwa haben nur wenige Sekunden lang Spaß miteinander – der Knochen im Penis ist nur wenige Zentimeter lang. (Stefan wollte seinen Penis vergrößern lassen – und leidet unter dem Ergebnis – MÄNNER-Archiv.)

Die Forscher vermuten, dass die monogame Lebensweise dafür verantwortlich ist, dass Menschen keinen Penisknochen besitzen. Vermutlich entwickelte sich der Homo erectus vor etwa 1,9 Millionen Jahren weg vom Os penis, so der lateinische Fachbegriff des Knochens, denn etwa zu dieser Zeit änderte sich auch das Fortpflanzungsverhalten unserer Spezies.

Ab dann mussten Männer keine Konkurrenz mehr beim Geschlechtsakt vertreiben. Sie konnten ungestört Sex haben und sich voll und ganz auf die Partnerin konzentrieren. Ein Knochen, der für mehr Standhaftigkeit sorgt, wurde damit überflüssig.

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Titelfoto: Wikimedia/Jörg Bittner Unna – CC BY 3.0


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