weihnachtsdeko

Diese Weihnachtsdeko ist zu schwul

Evangelikale Gruppe hat dafür gesorgt, dass sie nicht mehr verkauft wird

Weihnachten ist eine ziemlich kitschige Angelegenheit: Lametta und Glitzer soweit das Auge reicht, dazu „Last Christmas“ und „All I Want For Christmas“ in Dauerschleife. Wer dann auch noch unterm Mistelzweig steht, der hat alles, was er für ein schwul-kitschiges Fest braucht. (Auch die Jungs von Andrew Christian freuen sich auf Weihnachten – MÄNNER-Archiv.)

Alles? Nicht ganz. Denn ein kalifornischer Designer hat besonders schwule Weihnachtsdeko entworfen: Zwei Josefs oder zwei Marias knien auf den Deko-Anhängern um das neugeborene Jesuskind. Für umgerechnet nur knapp 15 Euro hat er sie auf der Plattform Zazzle.com verkauft.

Die Kritik kam schnell: Blasphemie!

Doch zu früh gefreut. Die Homo-Weihnachtsdeko gibt es nicht mehr. Nicht etwa weil sie ausverkauft sind, sondern weil der Designer damit auf die Kritik von einer evangelikalen Gruppierung reagierte. Andrea Williams von „Christian Concern“, einer Organisation, die auch Homo-Heilungen unterstützt, hat sich über die Dekoration beschwert. (Malta hat gerade erst solche „Heilungen“ verboten – MÄNNER-Archiv.)

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Wie verbringst Du die Feiertage?

„Diese Dekoration ist ein verzweifelter und lächerlicher Versuch zu zeigen, dass homosexuelle Beziehungen heilig sind“, sagte Williams der Daily Mail. „Sie porträtieren auf blasphemische Weise einen Jesus, der homosexuelle Eltern hat. Auf welches Niveau will sich die LGBT-Community herablassen, um sich normal zu verhalten?“

„Aus Respekt für Mitmenschen“ den Verkauf gestoppt

„Gottes Plan“ sei es, dass Kinder eine Mutter und einen Vater haben. „Jesus wurde so erzogen – und das ist das Beste für Kinder“, ist sie überzeugt. „Die LGBT-Lobby ist nicht am Kindeswohl interessiert, sondern verfolgt nur ihre eigene egoistische Agenda.“ Der Versuch, das Weihnachtsfest umzuschreiben, sei der neueste „Selbstbetrug“.

Der US-amerikanische Mark Thaler, der die Weihnachtsdeko entworfen hat, verkauft sie wegen dieser Kritik nicht mehr. Diesen Schritt ist er „aus Respekt für seine Mitmenschen“ gegangen. Dann bleibt uns nur noch mehr Lametta, um die Weihnachtsfeiertage zu überstehen.

Titelfoto: Zazzle.com


17 Kommentare

  1. Michel Albrecht

    Moin. Ich denke ja, dass alle Rechte zur Gleichstellung sehr sinnvoll sind, aber diese Deko geht zu weit. Zwei Männer als Väter Jesus´ ? Seit wann versuchen Schwule, Lesben, etc. die Vergangenheit zu ändern? Wir sollten unseren Blick lieber in Richtung Zukunft werfen und nicht ständig zurück…

    Ich bin kein Christ, aber Schwul. Und diese Deko geht selbst mir zu weit!!!

  2. Helfried Berthold Paul

    Ich bin der Meinung wer sich so etwas in seine Wohnung stellt , das ist doch seine privat Sache, also kann man es auch verkaufen. Für mich persönlich ist die Bibel und die Geschichte von der Geburt Christi ein Märchen für Erwachsene, ich mag hier die Krippe und ihre Figuren und habe selbst eine große Krippe mit vielen Figuren und Zubehör, die ich zu Weihnachten aufstelle obwohl ich keiner Kirche od religiösen Glauben angehöre.

  3. Carsten Mundt

    Ob das nun zu schwul ist, sei da hingestellt. Die Weihnachtsgeschichte beeinhaltet aber nun mal Maria, Josef und des Kindlein. Das unbedingt verschwulen zu wollen, ist genau so hirnrissig wie die Vergenderung von allem und jedem und der totalen Gleichschaltung auf jedem Gebiet.

  4. Marian Wild

    Aber leider ziemlich lieblos umgesetzt. Mir fehlen da Pailletten, Glitzer, Einhörner, Regenbögen, goldene Sterne, Ballontiere, knutschende Schafe und – vor allem – ein Elch-Strampelanzug für das Kind mit Geweih. Das würd ich kaufen. Diese billig kopierten Figuren will doch keiner.

  5. Marian Wild

    Aber leider ziemlich lieblos umgesetzt. Mir fehlen da Pailletten, Glitzer, Einhörner, Regenbögen, goldene Sterne, Ballontiere, knutschende Schafe und – vor allem – ein Elch-Strampelanzug für das Kind mit Geweih. Das würd ich kaufen. Diese billig kopierten Figuren will doch keiner.

  6. Marcelo Jürgens

    Von der Seite habe ich die Weihnachtsgeschichte noch gar nicht betrachtet. Doch egal wie ich es drehe und wende, es entstehen logische Fehler. Nach Lukas fand eine Geburt im Stall statt, das schließt nunmal ein, dass mindestens ein Elternteil weiblich sein muss. Maria und Josefina wäre da schon eher denkbar. Andererseits hätte eine lesbische Zimmerfrau für ihr Kind wohl im Handumdrehen ein Schaukelbettchen gebaut. Dann hätte es die Krippe nicht gebraucht. Ich würde es jetzt zwar nicht verbieten, fände die Deko aber schon mehr als schräg.

  7. Bobby Huber

    es geht bei der Interpretation biblischer Texte immer auch darum, sie ins Heute zu transferieren. Gott ließ seinen Sohn unter skandalösen Umständen auf die Welt kommen (wenn man das alles glaubt). Warum also heute nicht von einem schwul/lesbischen Paar? Ich bin überzeugt, Jesus hätte am wenigsten ein Problem damit gehabt.

  8. Bobby Huber

    es geht bei der Interpretation biblischer Texte immer auch darum, sie ins Heute zu transferieren. Gott ließ seinen Sohn unter skandalösen Umständen auf die Welt kommen (wenn man das alles glaubt). Warum also heute nicht von einem schwul/lesbischen Paar? Ich bin überzeugt, Jesus hätte am wenigsten ein Problem damit gehabt.

  9. Arndt Schröder

    So viel Unsinn auf einmal. Tu doch bitte nicht so als wäre die Weihnachtgeschichte reale Vergangenheit. Na klar vor allem die unbefleckte Empfängnis, total realistisch! Das glaubst du doch selbst nicht! Und eine erfundene Geschichte darf man auch beliebig umbauen

  10. Arndt Schröder

    So viel Unsinn auf einmal. Tu doch bitte nicht so als wäre die Weihnachtgeschichte reale Vergangenheit. Na klar vor allem die unbefleckte Empfängnis, total realistisch! Das glaubst du doch selbst nicht! Und eine erfundene Geschichte darf man auch beliebig umbauen

  11. Michel Albrecht

    Moin, natürlich ist diese Geschichte nicht real. Davon gehe ich zumindest aus, aber diese Geschichte ist ein kultureller Beitrag. Und wie bereits gesagt, Gleichstellung ja, aber dass geht etwas zu weit.


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