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Christliche Druckerei geht in Berufung

Der Tag im Zeitraffer (15.12.2016)

Konditoren, die keine Torten für Homohochzeiten liefern wollten (MÄNNER-Archiv), Veranstalter, die keine Räume an Homopaaren vermieten wollten, und Copyshops, die sich weigerten, Einladungen für die Hochzeit zweier Männer zu drucken (MÄNNER-Archiv): Die Liste der Unternehmer, die sich aus religiösen Gründen weigern, Schwule oder Lesben zu bedienen, ist lang. Auf dieser Liste steht auch der Name von Blaine Adamson, schon seit 2012. Ihm gehört der kleine Copyshop „Hands on Originals“ in Lexington, Kentucky, der als „christlicher Ausstatter“ auch T-Shirts bedruckt . Als er den Auftrag von der Gay and Lesbian Services Organization, GLSO, bekam, T-Shirts für den Gay Pride zu drucken, lehnte Adamson ab. Die Organisation klagte mit Unterstützung einer lokalen Menschenrechtsgruppe.

In dieser Woche fand eine Anhörung vor einem Berufungsgericht statt. Adamsons Anwalt Jim Campbell sagte, die Regierung könne niemanden dazu zwingen, Parolen gegen die eigene Überzeugung zu verbreiten. Dann müsse die Regierung auch lesbische Drucker dazu zwingen, die Flyer einer religiösen Gruppe gegen die gleichgeschlechtliche Ehe zu drucken oder einen muslimischen Grafikdesigner dazu, eine Webseite zu erstellen, die den jüdischen Glauben verbreitet. Die Druckerei Hands on Originals habe es lediglich abgelehnt, T-Shirts für den Pride zu drucken – man diskriminiere aber keine Homosexuellen, so der Anwalt. Als würde es die Sache besser machen, erklärte der Anwalt noch: Der Copyshop habe es im Laufe der Jahre auch abgelehnt, „Botschaften zu vervielfältigen, die Werbung für illegalen Drogengebrauch, Stripclubs oder Pornofilme machten.“

Wir haben zum Jahr 2016 einige Fragen – zum Beispiel diese:

Die Umfrage ist bereits beendet!Hier die Ergebnisse:

Wer hat 2016 den Titel "Beste Freundin" der LGBTI-Community verdient?

Hongkonger Gericht verhandelt Diskriminierung eines schwulen Paares

Das höchste Gericht von Hongkong, der High Court, hat am Mittwoch Anhörungen bezüglich eines Falles begonnen, der Einfluss auf die Ehegesetzgebung der chinesischen Metropole, und damit auch ganz China, haben könnte. Der Staatsangestellte Leung Chun-kwong hat den Staatssekretär für den Staatsdienst und den Leiter des Finanzamtes von Hongkong wegen Diskriminierung angezeigt, weil sie seine im Ausland geschlossene Ehe nicht anerkennen wollen. Leung hatte seinen Partner 2014 in Neuseeland geheiratet. Es ist das erste Mal, dass sich ein Gericht in Hongkong mit einem solchen Fall auseinandersetzen muss.

Nigel Kat SC, der Anwalt der  Leung vor Gericht vertritt, argumentierte, die Nichtanerkennung der Ehe vor dem Gesetz und die daraus folgenden Nachteile im Steuer- und Arbeitsrecht, diskriminierten seinen Mandanten aufgrund seiner sexuellen Orientierung. Die zuständige Behörde hatte sich geweigert, Leung und seinem Ehemann die gleichen Vorsorgeleistungen und Partnervorteile zuzuschreiben, wie anderen Ehepaaren. Mit der Begründung seine Ehe würde in Hongkong nicht anerkannt. Auch das Finanzamt weigerte sich, das Paar auch als solches zu besteuern (MÄNNER-Archiv).

Botschaft an Trump

Die Warwick Rowers (MÄNNER-Archiv) haben eine Nachricht für den kommenden Präsidenten der USA, Donald Trump. „Als Sportler glauben wir, dass Sport eine wichtige Rolle spielen kann, um den Gedanken einer offeneren und schöneren Welt für alle, weiter zu verbreiten. Wie jedes Jahr, haben wir auch 2016 unsere Klamotten ausgezogen, um das Überwinden von Grenzen zu symbolisieren und um alle daran zu erinnern, dass wir alle auf der gleichen Reise sind. Also, an den zukünftigen Präsidenten Trump und seinen Vizepräsidenten Pence.” Ihnen haben die Jungs ein paar ihrer weltberühmten Kalender geschickt.

„Darin stehen wir, genau wie hier, nackt für die gute Sache, um zu zeigen, dass wir uns für Dinge einsetzen. Im Gegenzug erwarten wir auch von Ihnen, dass Sie sich für Gleichberechtigung und die Menschenrechte von allen einsetzen. Und dafür müssen Sie sich nicht einmal ausziehen. Das haben wir schon für Sie erledigt. ”Die Nachricht wird, wie könnte es bei den Jungs anders sein, in der Mitte von London und splitterfasernackt abgeliefert. Zur Freude vieler, vieler Touristen (MÄNNER-Archiv).

Titelbild: GLSO


1 Kommentar

  1. Bernhard Kreiner

    ist aber auch primitiv gerade bei ideologischen feinden zu drucken müsste ja eigene pride freundliche druckereien geben bei denen sollte man umsatz vermeiden und weiter boykotieren kein umsatz den ideologischen feinden


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