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Düsseldorf: Beratung für queere Familie

Es wird die dritte Einrichtung ihrer Art in Deutschland

Düsseldorf bekommt von 2017 an eine Fachstelle für Regenbogenfamilien. Das hat der Rat der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt letzte Woche mit der Verabschiedung des Haushaltes für das kommende Jahr beschlossen.

74.000 Euro jährlich in den Jahren 2017 und 2018 plant Düsseldorf dafür ein. Träger der Fachstelle wird die Arbeiterwohlfahrt. Das Forum Düsseldorfer Lesben-, Schwulen- und Trans*-Gruppen hat den Förderantrag unterstützt, berichtet der Blog „duesseldorf-queer.de“.

180 Paare werden bereits beraten

Nach ähnlichen Beratungsstellen in Köln und München ist das das dritte Angebot für Regenbogenfamilien in Deutschland. Vor, während und nach der Familiengründung sollen Lesben und Schwule Hilfestellungen erhalten. Außerdem sollen neue Gruppenangebote aufgebaut werden. Daneben sollen auch andere familienbezogene Fachkräften in der Stadt Düsseldorf fortgebildet und sensibilisiert werden. (Auch außerhalb von Düsseldorf sollen Regenbogenfamilien besser unterstützt werden – MÄNNER-Archiv.)

Ein ähnliches Angebot bietet derzeit bereits die Frauenberatungsstelle an. Einmal monatlich trifft sich dort die Gruppe „Lesben mit Kinderwunsch“. Dass der Bedarf an Beratungen hoch ist, beweisen die Zahlen: Die Frauenberatungsstelle begleitet derzeit rund 180 schwule und lesbische Paare. (In England wurde einem homophoben Paar eine Adoption verweigert – MÄNNER-Archiv.)

Der Haushalt der Landeshauptstadt Düsseldorf wurde einstimmig mit den Stimmen von SPD, Grüne und FDP sowie dem Oberbürgermeister und dem Ratsherrn der Piraten verabschiedet. Er ist ausgeglichen und hat ein Gesamtvolumen von gut 2,7 Milliarden Euro.

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Titelfoto: Shutterstock/Monkey Business Images


6 Kommentare

  1. Peter Bienwald

    Wenn Familienberatungsstellen Regenbogenfamilien gut beraten könnten, dann gäbe es keinen Bedarf für eine „extra“ Beratungsstelle. Dem scheint aber nicht so zu sein. Deswegen macht es durchaus Sinn, ein Regebnbogenfamilienzentrum einzurichten. Das heisst selbstverständlich nicht, dass die Familienberatungsstellen keinen Fortbildungsbedarf hätten.


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