Stefan Evers CDU Berlin DEU Deutschland Germany Berlin 02 12 2016 Rede von Stefan Evers neu ge

Evers Generalsekretär der CDU Berlin

Der Jungstar ist der erste offen schwule Mann auf diesem Posten. Und musste sich gleich mal helfen lassen

Die CDU Berlin hat einen neuen, offen schwulen Generalsekretär. Der heißt Stefan Evers, ist 37-Jahre alt  und wurde gestern gewählt, genau wie neue Landesvorsitzende der Berliner CDU, Kulturstaatssekretärin Monika Grütters.Dabei hatte es Grütters allerdings deutlich leichter als Evers, dder im ersten Wahlgang gerade mal 32,9 prozent der Stimmen erhielt. Ein bisschen peinlich für jemanden, der in seiner Bewerbungsrede für die Aussage: „Ich bin schwul, und das Schöne an der CDU ist, das tut überhaupt nichts zur Sache.”, noch großen Beifall bekommen hatte. Vielleicht stimmt das ja einfach auch nicht so ganz und hinter klatschenden Händen die eigenen Vorurteile zu verstecken ist nicht so schwer. Bei einer Abstimmung über die Eheöffnung hatte sich eine Mehrheit der Berliner CDU-Mitglieder gegen Gleichstellung ausgesprochen. (MÄNNER-Archiv).

36 Delegierte stimmten für, 34 gegen ihn. Überzeugte Zustimmung sieht anders aus

Grütters musste ein erstes Machtwort sprechen und „Ich lasse mir nicht alles bieten.” sagen, bevor der von ihr vorgeschlagene Evers mit 51, 4 Prozent doch noch knapp ins Amt rutschte: 36 Delegierte stimmten für, 34 gegen ihn. Überzeugte Zustimmung sieht anders aus. Evers hat seinen Wahlkreis in Charlottenburg-Wilmersdorf, ist laut Eigenaussage „glücklich verpartnert” und hat sich vor allem mit Stadtentwicklung und Queerpolitik einen Namen gemacht. Er war Mitglied im Untersuchungsausschuss zum Berliner Flughafen, machte dort eine gute Figur und ist Mitinitiator des Elberskirchen-Hirschfeld-Haus in Berlins Mitte (MÄNNER-Archiv) Außerdem ist er stellvertretender Landeschef der Lesben und Schwulen in der Berliner CDU (LSU). Bei der von MÄNNER veranstalteten Rosa Elfantenrunde vor der Landtagswahl in der Hauptstadt, zeigte sich Evers engagiert in Sachen Queerpolitik. Die nächste Berliner Koalition besteht trotzdem aus Linken, Grünen und der SPD.

Foto: Imago/IPON


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