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Gus Kenworthy im Tagtraum

… und gibt in der Serie „The Real O’Neals“ wertvolle Tipps für schwule Athleten

Wenn jemand als Motivation dienen kann, dass man als schwuler Mann eine Karriere als Profisportler schafft, dann ohne Zweifel Gus Kenworthy und Robbie Rogers. Deshalb haben die beiden eine Gastrolle in der US-Sitcom „The Real O’Neals“. Die Folge lief am Dienstag auf ABC.

Darin dreht sich alles um den 16-jährigen Kenny (Noah Galvin), der sich eigentlich ziemlich klischeehaft verhält. Doch in der Folge hat es sein älterer Bruder Jimmy geschafft, ihn zu überreden, beim Wrestling-Team mitzumachen.

„Ich bin kein Wrestler, ich bin der schwule Junge“, glaubt Kenny

Als Kenny sich schließlich in der Umkleidekabine auf sein Wrestling-Debut vorbereitet, tauchen in einer Vision Gus Kenworthy und Robbie Rogers auf. Kenny hat kurz überlegt, gar nicht anzutreten – da kommen die beiden Profis als Motivationshilfe wie gerufen.

Robbie Rogers

Kenny (Mitte) erscheinen Gus Kenworthy (links) und Robbie Rogers (rechts) in einem Tagtraum. (Foto: ABC/Screenshot)

„Ich bin kein Wrestler, ich bin der schwule Junge“, sagt Kenny. „Du kannst beides sein“, entgegnet ihm daraufhin der Profi-Skifahrer Gus Kenworthy, der bei Olympia in Sotchi die Silbermedaille gewonnen hat. „Schwul zu sein hat mich nie davon abgehalten, Skier anzulegen und in eine Halfpipe zu steigen.“

Kleine Zickerei unter Profisportlern

„Und es hat mich nicht daran gehindert, der erste geoutete Schwule in der Major League zu sein“, sagt Robbie Rogers. Der Fußballspieler hat sich 2013 geoutet und spielt heute für den Erstligisten LA Galaxy.

Dann folgt eine kleine Zickerei unter den Profis. „Niemand weiß, was das ist“, sagt Gus Kenworthy dazu, dass Robbie den MSL-Cup, die US-amerikanische Fußballmeisterschaft, gewonnen hat. „Ich habe eine Silbermedaille. Von Olympia“, entgegnet er ihm betont süffisant. „Oh, hatten sie kein Gold mehr?“, kontert Robbie. Nachdem Kenny die beiden beruhigt hat, beruhigen sie ihn und nehmen ihm seine Ängste, sich zum Gespött der Schule zu machen: „Mach uns stolz.“

Robbie Rogers bekam Schauspieltipps von seinem Partner

„Das ist ein Teil des Grundes, wieso ich solche Probleme hatte, mit meiner Sexualität klarzukommen“, sagt Kenworthy später. „Weil es mir so fremd war. Ich kannte niemanden in der Sportwelt, der darüber gesprochen hat.“ (Mehr über Gus Kenworthy im MÄNNER-Archiv.)

Für die beiden Profis war es die erste Rolle im Fernsehen. Beide haben keinen Schauspielunterricht bekommen, doch Robbie Rogers Partner, der TV-Produzent Greg Berlant, hat ihm einige Ratschläge gegeben. Seit Februar 2016 wurde das Paar mithilfe einer Leihmutter Eltern eines Jungen (Fotos der jungen Familie im MÄNNER-Archiv).

„Er hat gesagt, dass ich meinen Text laut und in verschiedenen Versionen sprechen soll. Das hat mir sehr geholfen. Er hat mich sehr dabei unterstützt und wollte unbedingt, dass ich das mache, auch wenn ich meine Zweifel hatte.“

Titelbild: ABC/Screenshot


2 Kommentare

  1. Wolfgang Schmitt

    Diese wunderbare Sitcom wird es vermutlich leider nicht zu einer 3. Staffel schaffen -dabei waere es ihr zu wuenschen, denn sie ist grossartig. Ich nehme an, in Deutschland wird sie noch nicht ausgestrahlt. Es lohnt sich auf jeden Fall, diese Serie so zu sehen, wie man amerikanische Serien, die nicht im eigenen Land laufen, eben sieht ;-).


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