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Hallo Frau Nachbar!

Was man macht, wenn zu Weihnachten Homophobe ins Haus nebenan einziehen? Das hier.

Manche Geschichten sind so schön, dass man sie einfach weiter erzählen muss. Diese hier vom Chatportal reddit zum Beispiel. Die Autorin Mrs. Rosey Crotch berichtet: Sie und ihr Mann waren mal Mormonen. Dann entschieden sie sich, die Kirche, die unter anderem für ihre strikte Anti-LGBTI-Politik bekannt ist (MÄNNER-Archiv), zu verlassen. Aber damit war es nicht getan. Es gab immer wieder Besuche von Kirchenmitgliedern, die versuchten, das Paar zur Rückkehr in ihre Gemeinde zu bewegen. Besonders eine Frau zeigte sich sehr engagiert. „Sie kam immer wieder und auch als mein Mann ihr sagte, dass wir einfach nicht länger in die Kirche gehen, schien sie überhaupt nicht begreifen zu können, was das heißt. Sie dachte auch, wir wären auf ihrer Seite und erzählte uns, wie entsetzt sie in ihrer ehemaligen Nachbarschaft gewesen sei, dass ein Mädchen nicht mit ihrem Sohn zum Abschlussball hatte gehen wollen, weil sie schon mit ihrer Freundin gehen wollte. Außerdem hatte sie etwas dagegen, dass Lesben überhaupt zum Abschlussball durften und, dass die Schule Schülern beibrachte, was es heißt transgender zu sein. Sie erklärte uns, sie sei umgezogen, weil sie es schlimm fände, dass Schwule und Lesben und transgender ihren ‚Lebensstil so normalisieren‘ dürften.“

Hätte ich sie angeschrien, hätte das nur zu ihrem Opferkomplex beigetragen

„Ich dachte mir, dass ich ihre Meinung eh nicht ändern würde, egal was ich sagen würde. Wenn jemand umzieht, weil sie und ihre Kinder vor ‚den Schwulen‘ flüchten, werden meine Worte da kaum etwas ausrichten.“ Aber, das heißt ja nicht, dass man gar nichts tun kann.  „Ich war selber mal eine gläubige Mormone, kenne ihre Argumente also sehr genau. Hätte ich sie angeschrien, hätte das nur zu ihrem Opferkomplex beigetragen und sie in ihrem Glauben daran bestärkt, dass LGBTI und deren verbündete aggressiv und intolerant sind, weil sie die Meinung anderer Menschen nicht akzeptieren können. Ich hasse diese Art, die eigene Intoleranz zu begründen, aber wenn jemand wegen Schwulen extra umzieht, werden Worte wenig helfen.“  Also wählte sie einen anderen Weg. Siehe das Bild oben, das unter der Überschrift: „Unsere neuen Nachbarn sind bigotte Spießer. Da sie mich anzeigen würden, wenn ich aggressiv werde, bin ich ein passiv-aggressiv geworden. Mit Hilfe von  10000 Weihnachtskerzen sieht das dann so aus.“

Das hier ist nicht nur ein einfacher erhobener Mittelfinger in Richtung unserer Nachbarn

Sie erklärt: „Ich wollte ihr einen Brief schreiben und ihr erklären, wie traurig es mich macht, wie sie über andere Menschen denkt, besonders über Kinder. Aber das hätte sie nicht interessiert. Das hier ist nicht nur ein einfacher erhobener Mittelfinger in Richtung unserer Nachbarn. Es soll auch ein Zeichen der Solidarität sein, das ein bisschen sichtbarer ist, als einfache Autoaufkleber. Ich unterstütze die LGBTI-Community schon länger und nehme auf Facebook zum Beispiel da auch kein Blatt vor den Mund. Im echten Leben ist das oft nicht so einfach für mich. Das hier ist vielleicht ein bisschen feige, aber es ist auch nicht nichts.“ Im Gegenteil, es ist ganz fabelhaft.

Foto: MrsRoseyCrotch/Reddit


3 Kommentare

  1. Carsten Uesbeck

    Ob das wirklich so passiert ist. Klingt doch alles recht konstruiert und das Bild sieht auch mehr nach Photoshop als alles andere aus. Aber trotzdem, schöne Intention, die dahinter steckt.


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