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Spotlight an für Dein Projekt!

Bewerbung für HIV-Community-Preis läuft

Auch im kommenden Jahr wird wieder der HIV-Community-Preis vergeben. Noch bis zum 31. März 2017 können sich Interessierte mit ihren Projekten bewerben. Der Förderpreis richtet sich an Vereine, Verbände und gGmbHs sowie an Selbsthilfeorganisationen und Beratungsstellen, medizinische Einrichtungen und soziale Dienste.

Der Preis will nachahmenswerte Ideen in der Früherkennung, Versorgung und sozialen Integration von Menschen mit HIV fördern und Best-Practice-Beispiele aus der Community bekannt machen. Denn überall in Deutschland gibt es eine Vielzahl an Initiativen, die sich engagiert für Menschen mit HIV einsetzen. Das Preisgeld beträgt 12.000 Euro; damit möchten die Initiatoren (DAIG, DAH, dagnä und Janssen) herausragendes Engagement würdigen. Der Förderpreis richtet sich an Vereine, Verbände und gGmbHs sowie an Selbsthilfeorganisationen und Beratungsstellen, medizinische Einrichtungen und soziale Dienste.

Immer noch in der Schmuddelecke

Auch wenn mittlerweile klar sein sollte, dass sich HIV nicht auf einzelne Gruppen beschränkt, ist das Wissen um die Immunschwächekrankheit in der Bevölkerung noch sehr lückenhaft. Dass es seit nunmehr 20 Jahren eine funktionsfähige Therapie gibt, mit der Betroffene nicht mehr ansteckend sind, ist dort offensichtlich noch immer nicht angekommen. Und so werden HIV-Infizierte nach wie vor noch diskriminiert. Das fängt bei der Partnerwahl an, geht im beruflichen Alltag weiter und hört bei Zurückweisungen in Arztpraxen noch lange nicht auf.

Der HIV-Community-Preis will Initiativen und Projekte fördern, die sich der Verbesserung der Lebensqualität HIV-positiver Menschen oder der Prävention, z.B. durch niedrigschwellige Testangebote, widmen. Laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts leben in Deutschland etwa 15.500 Menschen, die nicht wissen, dass sie das Virus in sich tragen.

Café Afrika und Lebensort Vielfalt sind ausgezeichnete Projekte

Nach 2013 und 2015 wird der HIV-Community-Preis 2017 zum dritten Mal verliehen. Schon bei der ersten Ausschreibung bewarben sich 27 Projekte und Initiativen aus Deutschland und Österreich. Die Jury war begeistert von den zahlreichen und vielfältigen Initiativen und beschloss, zwei Leuchtturmprojekte für ihr herausragendes Engagement auszuzeichnen: Die Hannöversche AIDS-Hilfe erhielt für ihr Projekt „Zusammen wachsen (lassen): Die Gesundgärtner” 8.000 Euro, die AIDS-Hilfe Hamburg für ihr „Café Afrika“ 4.000 Euro Preisgeld. Der Publikumspreis ging an die Schwulenberatung Berlin gGmbH für ihr Projekt „Lebensort Vielfalt“ (das Mehrgenerationenhaus war kürzlich auch für den Deutschen Alterspreis nominiert – MÄNNER-Archiv).

Migranten und Drogengebraucheren niedrigschwellig erreichen

Im Ausschreibungsjahr 2015 wollte die Jury mit der Wahl der Preisträger ein deutliches politisches Signal setzen. Das Integrationsprojekt „Helping Hand” des HIVCENTER der JW Goethe-Universität Frankfurt und der „Kontaktladen Vision e.V.” des JES Bundesverbandes überzeugten die Jury, weil beide Preisträgerinitiativen Migranten und Drogengebraucheren niedrigschwellig erreichen, ihre Zielgruppen vorbildlich einbinden und damit große Verbesserungen im Leben dieser Menschen herbeiführen. Die Initiativen teilten sich gleichberechtigt den mit insgesamt 12.000 Euro dotierten HIV-Community-Preis 2015. Den Publikumspreis 2015 erhielt AfroLeben+ Bundesweites Netzwerk HIV-positiver MigrantInnen für das Projekt „AfroLebenVoice – Unsere Stimmen gegen Diskriminierung“.

Die Bewerbungsfrist für die aktuelle Ausschreibung endet am 31. März 2017. Die Preisträger werden Mitte Juni 2017 im Rahmen des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses DÖAK in Salzburg ausgezeichnet.

Alle Informationen online

Auf der Webseite www.hiv-community-preis.de sind nicht nur alle Informationen zusammengetragen, dort befindet sich auch das Online-Bewerbungsportal, mit dem die Bewerbung in wenigen Schritten durchzuführen ist. Angaben zum Projekt (Kurzbeschreibung), zur Idee und zur Planung, zu den Zielen, zur Umsetzung, Bewertung und Budgetierung sowie zur perspektivischen Selbsteinschätzung helfen der Jury aus Vertretern der Community, der Wissenschaft, der Akademie Waldschlösschen sowie der Kommunalpolitik, die eingereichten Beiträge zu bewerten. Fotos, Links (z.B. zu Filmen) und weitere Anlagen können ebenfalls hochgeladen werden. Also: Spotlight an für Dein Projekt!

Titelbild: Matthias Gerschwitz


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