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Große Ehrung als LGBTI-Verbündete

Der Tag im Zeitraffer (22.12.2016)

Meryl Streep muss demnächst anbauen, um daheim all ihre Preise unterzukriegen.

Zu ihren 8 Golden Globes, den 3  Oscars, einem silbernen und einem Goldenen Berlinale-Bären und den diversen Emmy- und BAFTA-Awards kommt 2017 nicht nur der Cecil B. DeMille Award für ihr Lebenswerk dazu, der ihr bei den Golden Globes verliehen wird (wo sie auch einen zusätzlichen Globe für ihre Rolle als Florence Foster bekommen könnte – MÄNNER-Archiv) – ihr wird auch im Februar der „Ally for Equality Award” für ihren Einsatz für LGBTI-Rechte verliehen. Der Preis für LGBTI-Verbündete wird alljährlich von der Human Rights Campaign (HRC) vergeben. Die Verleihung findet bei einer Gala im New Yorker Waldorf-Astoria-Hotel  statt.

In ihrer gesamten großartigen Karriere habe Streep ihre Stimme genutzt, um sich für die LGBTI-Community einzusetzen, begründete HRC-Präsident Chad Griffin die Ehrung. „Mit ihren Filmen hat sie für mehr Sichtbarkeit von LGBTI gesorgt und sich lautstark für gleiche Rechte ausgesprochen. Meryl Streep ist eine wahre Verbündete unserer Community.” Als sie 2004 einen Golden Globe für ihre Rolle in Mike Nichols’s „Angels in America” bekam, sprach sie sich für die Öffnung der Ehe aus. Damals setzte sich Präsident Bush gerade dafür ein, die US-Verfassung dahingehend zu ergänzen, dass dies unmöglich werde. Streep sagt damalse: Die Tatsache, dass zu viele Leute ihr Leben mit einem anderen teilen wollen, bis dass der Tod sie scheide, sei bei weitem nicht das größte Problem des Landes.

Köln hilft LGBTI-Flüchtlingen

Die Stadt Köln setzt ein Zeichen für den wertschätzenden Umgang mit Geflüchteten und deren besondere Situation: In der Stadtarbeitsgemeinschaft für Lesben, Schwule und Transgender (StadtAG LST) konnte der Leiter des Amtes für Wohnungswesen, Josef Ludwig, darüber informieren, dass die Stadt nun spezielle Wohneinheiten für Geflüchtete bereitstellen kann, die dem Personenkreis der Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen angehören. Zuvor hatte es Kritik von der Rainbow Refugees Cologne – Support Group gegeben: Die Stadt sei hinter ihren Hilfszusagen zurückgeblieben (MÄNNER-Archiv).

Die Stadt teilt nun mit: Die ersten fünf Plätze in einem Gebäude, das vom Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) betreut wird, konnten bereits bezogen werden. Weitere Wohneinheiten werden folgen: In Kürze können zwei Wohngemeinschaften für drei bis sechs Personen zur Verfügung gestellt werden. Ab Februar werde die Stadt darüber hinaus ein Gebäude einrichten, in dem bis zu 20 Geflüchtete in kleineren Wohngruppen zusammen leben.

Segen in Sachsen

Die evangelische Landeskirche Sachsens öffnet sich ein bisschen: Die Leitung von Sachsens Landeskirche hatte im Oktober beschlossen, dass verpartnerte Paaren ab 2017 im Gottesdienst gesegnet werden können, allerdings dürfen sich Pfarrer und Pfarrerinnen verweigern. Und sie müssen sich vor jeder Segnung mit dem Kirchenvorstand beraten. Vor allem legt man aber Wert darauf, Verpartnerungen streng von Hochzeiten abzugrenzen.

„Die gottesdienstliche Segenshandlung versteht sich nicht als Trauung, sondern als Segnung von Paaren in Eingetragener Lebenspartnerschaft, von denen zumindest eine der Partnerinnen oder einer der Partner einer der Gliedkirchen der EKD angehört“, heißt es einer Handreichung der Kirche. „Die Segnung findet in einer Kirche als öffentlicher Gottesdienst statt. In Unterscheidung zur Trauung wird die Segnung in einem eigenen Register aktenkundig gemacht.“

Wir wollten wissen, wie die Pfarrer und Pfarrerinnen im einzelnen verfahren, und haben rund 30 Gemeinden angeschrieben. Auch den Ex-Mann von AfD-Chefin Frauke Petry haben wir gefragt. Sven Petry, Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Tautenhain-Ebersbach-Nauenhain im sächsischen Kirchenbezirk Glauchau-Rochlitz und seit gut einem Jahr CDU-Mitglied, teilte uns mit, er werde entsprechend dem Beschluss der Kirchenleitung verfahren: „Ich würde mich nach einer entsprechenden Anfrage mit dem zuständigen Kirchenvorstand beraten – und dann würden wir sehen.“ (MÄNNER-Archiv)

Titelbild: Szene aus „Florence Foster Jenkins”


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