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Neuauszählung in den USA gestoppt

Richter: Kandidatin Stein war nicht berechtigt, die erneute Auszählung zu beantragen

Im US-Bundesstaat Michigan wurde die seit zwei Tagen laufende Neuauszählung der Stimmen gestoppt. Ein Richter hob am Mittwoch eine vorläufige einstweilige Verfügung auf, die die Behörden davon abgehalten hatte, die Zählung zu stoppen. Das berichten mehrere US-Medien. Jill Stein, die erfolglose US-Präsidentschaftskandidatin der Green Party, wollte nachprüfen lassen, ob Donald Trump wirklich bei der Wahl Anfang November die meisten Stimmen erhalten hat. In Wisconsin lag er beispielsweise um nur 22.525 Stimmen vor Hillary Clinton. Darum hatte Stein beantragt, das Wahlergebnis in den drei Bundesstaaten Wisconsin, Pennsylvania und Michigan überprüfen zu lassen. Dort war der Ausgang jeweils sehr knapp gewesen. Stein sagte gegenüber der Detroid Free Press, dass die Nachzählung Probleme mit Michigans Wahlverfahren zu zeigen scheine, vor allem bei Menschen mit niedrigen Einkommen und bei Minderheiten. Zuvor hatte sie bereits gesagt, dass die Wahlmaschinen manipuliert gewesen sein könnten.

Clinton bekam fast 3 Millionen Stimmen mehr als Trump

Vier Wochen nach der US-Wahl werden immer noch die Stimmen ausgezählt. Hillary Clinton liegt mit 2,7 Millionen Stimmen vor dem Wahlsieger Trump. Doch das spielt keine Rolle, denn das Wahlmännerprinzip, nach dem in den USA der Präsident bestimmt wird, sichert Donald Trump einen eindeutigen Vorsprung (und der nominiert einen homophoben Kandidaten nach dem anderen für sein Kabinett – MÄNNER-Archiv). Trump hat 290 Wahlmänner und Frauen hinter sich, Clinton 232. Für einen Sieg bei der Abstimmung im Dezember sind 270 Stimmen erforderlich. Auch wenn inzwischen sechs Wahlmänner aus Staaten, in denen Donald Trump gewonnen hat, angekündigt haben, nicht für ihn stimmen zu wollen, weil sie glauben, dass es „unsere Pflicht ist, einen qualifizierten Kandidaten zu wählen” – was Trump ihrer Ansicht nach nicht ist. Trotzdem würde er Präsident werden (und Elton John singt nicht zur Inauguration – MÄNNER-Archiv).

Starke Hinweis auf Wahlbetrug

Nach Angaben des New York Magazine hatten eine Reihe von Computerexperten und Wahlrechtsjuristen Vertreter von Clintons Team darauf hingewiesen, dass es ihrer Meinung nach in drei Bundesstaaten, Wisconsin, Michigan und Pennsylvania, die Hillary Clinton verloren hat, starke Hinweis auf Wahlbetrug gibt. In Bezirken, in denen rein elektronische Wahlmaschinen verwendet worden sind, hat Clinton laut den Experten bis zu sieben Prozent weniger Stimmen bekommen, als in Bezirken, in denen mit normalen Wahlzetteln gearbeitet wurde. Das, so sagt unter anderem J. Alex Halderman, der Direktor des University of Michigan Center for Computer Security and Society, sei so ungewöhnlich, dass es ein Beweis dafür sein könnte, dass die Wahl hier beeinflusst, oder die Maschinen gehackt worden sind.

Titelbild: Imago/PPA


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