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Immer mehr LGBTI-Jugendliche obdachlos

Hilforganisationen berichten von Anstieg um über 20 %

Die Zahl der queeren Jugendlichen, die in Großbritannien von ihren Eltern verstoßen werden, steigt. Obwohl sich die Gesetzeslage für die LGBTI-Mitglieder der Bevölkerung verbessert hat, melden die britischen Organisationen Albert Kennedy Trust und Stonewall Housing einen dramatischen Anstieg. Manche würde regelrecht auf die Straße geprügelt; ohne ein Dach über dem Kopf sehen sich viele gezwungen, sich zu prostituieren. Andere werden ins Ausland geschickt, um dort von ihrer Homosexualität „geheilt“ zu werden.

Wie die Hilfsorganistaion Albert Kennedy Trust mitteilt, hat sich die Zahl um 20 % erhöht –von  622 Hilfesuchenden in den Jahren 2012/13 auf 750 in 2015/16. Nach Schätzungen der Organisation leben 4.800 britische LGBTI-Kids auf der Straße oder in einer „feindseligen Umgebung”. Obdachlose LGBTI-Teenager seien die Menschen mit den wenigsten Rechten und diejenigen, die am weitesten außerhalb der Gesellschaft stünden.

Der Kampf ist nicht vorbei

Geschäftsführer Tim Sigsworth sagte gegenüber der Zeitung The Independent: “LGBTI-Menschen haben in den letzten Jahren viele positive rechtliche Veränderungen in diesem Land erlebt und es mag einigen so scheinen, als seien die großen Kämpfe ausgestanden. Sie sind es nicht.” Besonders hoch sei der Anteil von Trans*Jugendlichen, die von ihren Familien verstoßen werden.

Das ist eine unserer 7 Fragen zum MÄNNER-Jahresrückblick 2016:

Die Umfrage ist bereits beendet!Hier die Ergebnisse:

Welche Schulnote würdest Du Deinem Jahr auf privater Ebene geben?

Hier geht es zu den 6 anderen (MÄNNER-Archiv).

Den Angaben von Stonewall Housing zufolge, einer LGBTI-Organisiation, die sich speziell um Unterbringungsfragen kümmert, gibt es jährlich 1.800 Anrufe von Menschen allen Alters. In der Gruppe der 16-bis 25-Jährigen ist die Zahl um 30 % gestiegen.

Es ist wirklich wichtig, Kinder, die traumatisiert sind, daran zu erinnern, dass sie nicht alleine sind und dass sie geliebt werden

Lady Gaga besuchte kürzlich obdachlose LGBTI-Jugendliche im Ali Forney Center in New York. Mit dabei hatte sie viele Überraschungen für die Kinder und jungen Erwachsenen: Kleidung, Make-up, eine Meditation und eine ganz persönliche Geschichte. „Es ist wirklich wichtig, Kinder, die traumatisiert sind, daran zu erinnern, dass sie nicht alleine sind und geliebt werden“, sagte die Sängerin in der „Today Show“. Das Morgenmagazin kümmert sich in der Serie #ShareKindness in der Adventszeit um Kinder, die Liebe und Zuneigung besonders brauchen. (MÄNNER-Archiv)

In Manhattan wurde 2015 der Grundstein für ein neues Obdachlosenheim für LGBTI-Jugendliche gelegt. (MÄNNER-Archiv) Möglich war das, weil die Schauspielerin Bea Arthur (Dorothy aus den „Golden Girls”), als sie 2009 starb, in ihrem Testament 300.000 Dollar für eben diesen Zweck beiseite gelegt hatte. Die „Bea Arthur Residence for Homeless LGBT Youth” soll im kommenden Februar eröffnen (MÄNNER-Archiv).

Titelbild: Shutterstock/urbanbuzz


4 Kommentare

  1. Kai Thaeder

    Ist ja auch kein Wunder, die scheiss reichen bekommen immer mehr mehr mehr mehr , bekommen ihren scheiss Hals nie voll . Dafür brauch ich keine Statistik , das weiß jeder normal denkende Mensch


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