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Klage gegen Facebook und co.

ISIS-Propaganda in den Sozialen Netzwerken habe Omar Mateen zur Schießerei im "Pulse" inspiriert

Es war einer der schwärzesten Tage 2016. Omar Mateen erschoss am 12. Juni im „Pulse“ in Orlando, einem beliebten Club der LGBTI-Community, 49 Menschen.

Das FBI erklärte wenige Wochen später, es habe ich nicht um ein homophobes Attentat gehandelt – obwohl sowohl Omar Mateens Vater wie auch seine Exfrau kurz nach dem Attentat ausgesagt hatten, Mateen habe sich häufig homophob geäußert (MÄNNER-Archiv). Nun hatte Mateen während des Attentats mehrfach Kontakt zu den Sicherheitsbehörden und dabei angegeben, Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat zu sein, ISIS, und die Tat in ihrem Namen zu verüben. Das Terrornetzwerk hatte sich am Tag nach dem Massaker auch zu der Tat bekannt.

Nun klagen die Familien dreier Opfer des Massakers gegen Facebook, Twitter und Google, weil die Unternehmen ISIS-Propaganda-Material verbreitet hätten. Die Klage wurde am Montag im US-Bundesstaat Michigan eingereicht. Die Familien der getöteten Javier Jorge-Reyes, Tevin Crosby und Juan Ramon Guerrero werden durch Keith Altman vertreten, der sagt: ISIS-Propaganda in den Sozialen Netzwerken habe Mateen zu der Schießerei im „Pulse” inspiriert. (Die Staatsanwaltschaft München I hat Ermittlungen wegen Volksverhetzung gegen führende Mitarbeiter von Facebook eingeleitet, auch gegen Firmengründer Mark Zuckerberg – MÄNNER-Archiv)

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Die größte Katastrophe 2016

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Weil ISIS beliebte Seiten wie Facebook, YouTube und Twitter benutze, um seine Siege zu feiern und neue Mitglieder zu rekrutieren, so der Anwalt, sollten diese Unternehmen zur Verantwortung für die Gewalt gezogen werden, zu der angestiftet wird. Ohne die großen Netzwerke wäre die explosionsartige Entwicklung in den vergangenen Jahren zum meistgefürchteten Terrornetzwerk der Welt nicht möglich gewesen. Ein Facebook-Sprecher sagte gegenüber CNN Money: „Unsere Community Standards machen deutlich, dass auf Facebook kein Platz ist für Gruppen, die sich terroristisch betätigen oder für Inhalte, die Unterstützung für solche Aktivitäten ausdrücken, und wir ergreifen wirksame Maßnahmen, um solche Inhalte zu löschen, wenn sie uns gemeldet werden.”

Laut Klage könnten sich die Unternehmen ihrer Verantwortung nicht entziehen, während sie weiter von den Einnahmen durch Werbung profitieren, die im Umfeld von ISIS-Inhalten erscheinen.

Titelbild: Imago


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