Russland will Fußballspiel verbieten

... und was heute sonst noch wichtig ist

FIFA ist eins der bekanntesten Videospiele der Welt. Der Fußballsimulator ist eine globale Erfolgsgeschichte und inzwischen millionenfach verkauft worden. In Russland, wo im Juni und Juli 2018 die Fußballweltmeisterschaft stattfinden soll, könnte das bald anders sein. Denn Parlamentarier der Kommunistischen Partei haben in einem gemeinsamen Brief die Verbraucherschutzagentur aufgefordert, die neueste Version des Spiels, FIFA 17, verbieten zu lassen. Das für alle Altersgruppen freigegebene Spiel, sei „Homopropaganda”, denn es ist möglich, die Spieler in Regenbogentrikots zu kleiden und ihnen Regenbogenschnürsenkel zu verpassen, um so auch virtuell gegen Homophobie im Fußball zu protestieren. Jedenfalls in der Version, die bis 28. November verkauft wurde. Die Abgeordneten begründen ihren Verbotsantrag damit, dass „das Spiel Kinder in ihrer Entwicklung einschränken und ihre Gesundheit gefährden könnte”. Der Abgeordnete Walleri Raschkin forderte den Spielehersteller EA Canada auf, das Spiel umzuprogrammieren.

Ingo Zamperoni findet „Kinder brauchen vor allem Liebe”

Den Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen moderierte er aus seiner ehemaligen Korrespondentenheimat Washington. Und bei Twitter reagiert er regelmäßig auf Lob, Kritik und sogar auf Vorschläge von der Art, dass er den Schlusssatz doch mal in Gebärdensprache moderieren möge. Kurzum: Ingo Zamperoni ist ein Mann, der den Anspruch, dass öffentlich rechtliches Fernsehen für alle da sein soll, ernst nimmt. Dass er seit Ende Oktober gemeinsam mit Caren Miosga das bislang jüngste „Tagesthemen“-Moderatoren-Team bildet, ist für alle ein Gewinn. Für die Presse, für die er nicht nur eine glaubwürdige, sondern auch eine sympathische Vorzeigefigur ist. Für die ARD, deren Rentner-Image er aufpoliert. Und natürlich für die Zuschauer, für die der 42-Jährige eine erstklassige Kompromissfigur zwischen Schwiegersohntyp und attraktivem Charakterkopf ist. (Das Interview im MÄNNER-Archiv)

Mario Lindner freut sich über Van derBellen

Österreich hat Alexander Van der Bellen zum Bundespräsidenten gewählt (MÄNNER-Archiv.)  Da ist nicht nur Sigmar Gabriel ein Stein vom Herzen gefallen – so seine erste Reaktion nach der Wahl am Sonntababend. Auch Mario Lindner (SPÖ), der offen schwule Bundesratspräsident, freut sich über Van der Bellen als neuen Präsidenten.

Herr Lindner, Norbert Hofer wird nicht der nächste Bundespräsident Österreichs. Dennoch: Was hat alleine seine Kandidatur und sein bisheriges starkes Abschneiden mit dem Land gemacht? Was hat sich verändert, insbesondere für LGBTI? Was wir seit Jahren in Österreich, aber auch in ganz Europa, erleben, ist dass die Stimmung rauer wird – ganz besonders im Internet. Viele Menschen verleihen ihrer Verunsicherung und ihrer Angst heute viel aggressiver Ausdruck, als das noch vor 10 Jahren denkbar gewesen wäre. Im Bundespräsidentschaftswahlkampf, der ja de facto ein Jahr lang gedauert hat, ist das sehr deutlich spürbar geworden. Ich spreche da von homophoben Beschimpfungen, manchmal leider sogar von Gewalt – aber auch von Fremdenfeindlichkeit, Sexismus und Beleidigungen gegen alle möglichen Gruppen. (Das ganze Interview im MÄNNER-Archiv.)

Grafik: EA Canada


13 Kommentare

  1. Andreas Heine

    So wollen sie den Fortschritt angehören und darin sind sie solche Hinterwäldler. Sich aufregen bringt nichts. Genau wie hier. Russland ist eben Putin, Orthodox und Hetero!


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