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Raus aus der Isolation

Der Tag im Zeitraffer (20.12.2016)

Seit mittlerweile 10 Jahren besuchen die „Rosa Paten“ der AIDS-Hilfe Frankfurt wöchentlich alleinstehende, homosexuelle Senioren, um mit ihnen Zeit zu verbringen. Die Senioren sollen so erneut Anschluss an das gesellschaftliche Leben finden (2015 hat sich die Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren gegründet, kurz BISS – MÄNNER-Archiv).

Viele der betreuten Senioren leiden unter sozialer Isolation. Oft leben alte Männer aufgrund ihrer schwulen Biografie isoliert und vereinsamt. Aufgrund der früheren Verfolgung konnten viele von ihnen bis ins hohe Alter keinen selbstbewussten Umgang mit ihrer Sexualität entwickeln und versuchen, ihre Identität zu verstecken. Nächstenliebe und Fürsorge, dafür stehen die Rosa Paten. Sie leisten präventive Arbeit gegen Einsamkeit und Abschottung. Für ihre wichtige Arbeit erhalten sie nun etwas Unterstützung.

Rosa Paten

Foto: AIDS-Hilfe Frankfurt

„Wir wollen zeigen, dass Menschen mit lesbischer, schwuler oder Trans-Identität Unterstützung brauchen, egal welcher Generation sie angehören“, so Jean-Luc Vey, Vorstand der Stiftung Prout at Work. Gemeinsam mit dem Völklinger Kreis und den Wirtschaftsweibern hat die Stiftung 350 Euro zugunsten der Rosa Paten gesammelt. Die Scheckübergabe fand gestern Abend im Café SWITCHBOARD der AIDS-Hilfe statt.

Homophobe Staaten erneut gescheitert

Es ist den afrikanischen Staaten erneut nicht gelungen, die Arbeit des LGBTI-Ermittlers der UN zu stoppen. Ihr zweiter Versuch wurde gestern mit 84 zu 77 Stimmen abgelehnt, 16 Staaten enthielten sich. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen Samantha Power sagte, es gebe in dem Gremium Dissens darüber, ob Menschen mit einer bestimmten sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität die gleichen Rechte zustünden. Der erneute Vorstoß sei von einer Gruppe von Staaten betrieben worden, die glauben, man könne jemanden anders behandeln, nur weil er so ist, wie er ist, und weil er oder sie liebt, wen er respektive sie liebt. Russland und Ägypten, die im Namen der 57 Mitglieder starken Organisation Islamischer Staaten sprachen, hatten im Vorfeld bereits angekündigt, sie würden das Mandat von Vitit Muntarbhorn nicht anerkennen und auch nicht kooperieren. (MÄNNER-Archiv)

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Trump nicht mehr aufzuhalten

Donald Trump ist mit deutlich mehr als den erforderlichen 270 Stimmen vom Electoral College zum US-Präsidenten gewählt worden. Die Ergebnisse werden zwar erst am 6. Januar offiziell im Kongress verkündet, aber viele US-Medien berichteten gestern übereinstimmend, dass Trump einen eindeutigen Sieg davon getragen hat. Viele hatten gehofft, die Wahlmänner und Wahlfrauen noch umstimmen zu können, aber das geschah nicht. Zwar stimmten zwei republikanische Wahlmänner für jemand anderen als Trump, allerdings verlor auch Hillary Clinton vier Stimmen, weil demokratische Wahlmänner für Bernie Sanders und andere ihre Stimme abgaben.

Mit Trumps Amtsantritt geht auch eine kurze, aber historische Zeit in der US-Armee zuende: Heeresminister Eric Fanning, der mächtiste offen schwule Politiker der USA, verliert seinen Job. Erst im Mai diesen Jahres hatte der US-Senat, nach langer Verzögerungstaktik durch die Republikaner, die Nominierung von Eric Fanning als neuem Secretary of the Army angenommen (MÄNNER-Archiv). Damit war der 47-Jährige zum hochrangigsten schwulen Mann der US-Regierung aufgestiegen.

Titelbild: „Gerontophilia” (Szenenbild)


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