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Schmutzige Filmchen?

Eine Firma in Minnesota weigert sich gleichgeschlechtliche Hochzeitsvideos zu drehen

Die Inhaber einer Videofirma im US-Bundesstaat Minnesota haben die Regierung ihres Bundesstaates verklagt, um ein Gesetz zu kippen, das sie verpflichtet, ihren Hochzeitsvideo-Service auch gleichgeschlechtlichen Paaren anzubieten.  Die US-Ausgabe der Huffington Post berichtet, dass Carl und Angel Larsen, die Gründer der Telescope Media Group in St. Cloud, den Generalstaatsanwalt und den Vorsitzenden der Menschenrechtskomission von Minnisota wegen Einschränkung bei der Ausübung ihrer Religion verklagt haben und mit Hilfe der kirchlichen Gruppe Alliance Defending Freedom erreichen wollen, dass eine Gesetzesänderung vorgenommen wird. Die Aufgabe der Telescope Media Group ist es laut ihrer Webseite „Gott durch hochklassige Videoproduktion zu zu Ruhm und Ehre zu verhelfen”. Schwule oder lesbische Hochzeitsvideos seien dazu nicht geeignet. Deren Produktion stünde „in direktem Widerspruch zu den christlichen Glaubensgrundsätzen” der Larsens, so die Klageschrift.

Diese Klage ist Teil einer Welle von Verfahren, deren Ziel es ist, die Menschenrechte von LGBTI zu beschneiden

Gleichgeschlichtliche Paare können sich in Minnesota seit 2013 das Ja-Wort geben, und konnten es damit zwei Jahre vor der bundesweiten Eheöffnung in den USA im letzten Jahr. Der Human Rights Act von Minnesota verbietet Geschäftsleuten Diskriminierung auf Grund von Geschlecht, Rasse, Behinderung, Alter und sexueller Orientierung. Wer gegen das Gesetz verstößt, muss mit einer Geldstrafe von 25000 Dollar rechnen und kann zu einer Gefängnisstrafe von bis zu 90 Tagen verurteilt werden. Kevin Lindsey, der Vorsitzende der Menschenrechtskomission von Minnisota, sagte in einem Statement: „Diese Klage ist Teil einer Welle von Verfahren, deren Ziel es ist, die Menschenrechte von LGBTI zu beschneiden.”

Die „klassische” Definition der Ehe sei in Gefahr

Oder, wie die Larsens das in ihrer Klage ausdrücken: „Die Kläger sind in großer Sorge darüber, dass die Amerikanische Kultur sich immer mehr von der biblisch-orthodoxen Definition der Ehe als lebenslanger Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau abwendet, und das mehr und mehr Menschen zu der Ansicht gelangen, gleichgeschlechtliche Ehen wären mit der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau gleichzusetzen.”   Kevin Lindsay gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass der Equality Act erhalten bleiben und die Klage der Larsens keinen Erfolg haben würde. Und wir dachten schon, der Wahnsinn hhätte bei Hochzeitstorten (MÄNNER-Archiv) ein Ende gefunden.

Foto: Shutterstock/Syda Productions


1 Kommentar

  1. Andreas Heine

    Sollen sie sich wo anders fotografieren lassen. Zum Glück ist dies dort nicht meine kirche. Schlimm ist eher, dass sie von Kirchlichen org. Alliance Defending Freedom unterstützt werden. Schlimme unmenschliche Kirche


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