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Schwule im Weltall

"Star Trek: Discovery“ bekommt einen offen schwulen Protagonisten

Vielfalt und Andersartigkeit, Toleranz und Akzeptanz und allen voran das friedliche Miteinander von höchst unterschiedlichen Wesen – darum ging es in der Welt von „Star Trek“ (alias „Raumschiff Enterprise“) schon seit Erfinder Gene Rodenberry in den 60er Jahren die erste Crew über die Bildschirme fliegen ließ. Doch wenn im kommenden Jahr bei Netflix die brandneue Serie „Star Trek: Discovery“ zu sehen sein wird, hat es dann doch 50 Jahre gedauert, bis die Weltraum-Reihe endlich einen offen schwulen Protagonisten bekommt.

Pilz-Experte, Starfleet-Wissenschaftsoffizier, schwul

Gerade wurden die ersten Schauspieler für die neue Serie bekannt gegeben, deren Dreharbeiten unmittelbar bevorstehen. Als Lieutenant Samuels – seines Zeichens Pilz-Experte, Starfleet-Wissenschaftsoffizier und eben Homosexueller – wird Anthony Rapp zu sehen sein. Wie er bei Twitter (Profilname: „albinokid“) verkündete, bereitet er sich schon fleißig auf seine Rolle vor. Rapp, der selbst schwul ist (allerdings die Bezeichnung „queer“ bevorzugt, weil er auch schon mal in Frauen verliebt war), gelang der große Durchbruch, als er Mitte der 90er Jahre in der Rolle des Mark im Erfolgsmusical „Rent“ zur Broadway-Sensation wurde. Den gleichen Part übernahm er auch in der Verfilmung aus dem Jahre 2005. Zuletzt sah man den 45-Jährigen auch neben „Rent“-Kollegin Idina Menzel im Musical „If/Then“ oder in zwei Folgen der Fernsehserie „The Knick“.

Weibliche Hauptrolle wird noch gesucht

Eine weitere Rolle in „Star Trek: Discovery“ übernimmt Doug Jones, der einst schon mit Bette Midler für „Hocus Pocus“ vor der Kamera stand und zuletzt Serien-Auftritte in „Arrow“ (der „Arrow“-Star Colton Haynes hat sich dieses Jahr geoutet – MÄNNER-Archiv), „The Flash“ oder „Teen Wolf“ hatte. Seine Figur wird zu einer Alien-Spezies gehören, die bislang im „Star Trek“-Universum noch nicht zu sehen war. Als Captain des Raumschiffs ist Michelle Yeoh („Tiger & Dragon“, „The Lady“) mit von der Partie von der Partie. Nur nach der Idealbesetzung für die weibliche Hauptrolle wird noch gesucht.

Darüber nicht mehr entscheiden wird Bryan Fuller, der zwar als Showrunner den Erzählbogen und die Figuren der ersten Staffel entwickelt hatte, im Oktober die Verantwortung für die Serie zugunsten anderer Projekte aber abgab. Nach Serien wie „Pushing Daisies“ oder „Hannibal“ bringt er demnächst eine neue Serie namens „American Gods“ auf den Bildschirm. Seine Produktionspartner Gretchen J. Berg und Aaron Harberts haben nun die Fäden in der Hand. Die Einführung einer homosexuellen Hauptfigur war Fuller, der ebenfalls schwul ist, bei „Star Trek: Discovery“ von Anfang besonders wichtig.

Für George Takei geht ein Wunsch in Erfüllung

Bereits im zurückliegenden Sommer hatte es in Sachen „Star Trek“ ein Coming-out gegeben. Im Kinofilm „Star Trek Beyond“ sah man in einer Szene den von John Cho gespielten Lt. Sulu zusammen mit seinem Lebenspartner und der gemeinsamen Tochter (MÄNNER-Archiv)). George Takei, Sulu-Darsteller in der originalen „Raumschiff Enterprise“-Serie, war davon wenig begeistert (MÄNNER-Archiv) und wünschte sich lieber eine ganz neue schwule Figur für die Weltraum-Welt seines alten Freundes Gene Rodenberry. Was ihm nun mit „Star Trek: Discovery“ auch endlich erfüllt wird.

Die erste Staffel „Star Trek: Discovery“, die zehn Jahre vor der Originalserie spielen wird, umfasst 13 Folgen und ist in Europa ab Mai 2017 bei Netflix zu sehen.

Titelbild: Anthony Rapp/Twitter


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