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Deine neue Lieblingsserie: The OA

Seit kurzem gibt es beim größten Streaming-Dienst der Welt die ersten acht Folgen von: „The OA“

Manche neue Netflix-Serie kündigt sich mit wochenlangem Getöse an (hallo, „Gilmore Girls“-Revival), doch es geht auch ganz anders. Seit dem 16.12. etwa gibt es beim größten Streaming-Dienst der Welt die erste, acht Folgen umfassende Staffel von „The OA“ zu sehen – einer Serie, von deren Existenz vorher kaum jemand etwas wusste.

Geheimhaltung ist bei „The OA“ keine verkehrte Sache, denn je weniger man vorab an Infos zum Plot hat, desto besser entfaltet die Serie ihren reizvollen Sog des Mysteriösen und Rätselhaften. Deswegen hier nur das Nötigste: Nach sieben Jahren taucht eine spurlos verschwundene junge Frau namens Prairie wieder auf, ohne irgendwem zu verraten, wo sie gewesen ist. Und nicht nur das: Anders als in ihrer Jugend ist sie plötzlich nicht mehr blind.

Es ist nicht nur die Geschichte, in tollen Bildern und im Tonfall irgendwo zwischen „Stranger Things“, „The Leftovers“ und „Twin Peaks“ angesiedelt, die besonders ist. Auch die Macher sind – nach Hollywood-Maßstäben – ein ungewöhnliches Gespann.

The OA

THE OA/Netflix

Der schwule Regisseur Zal Batmanglij und seine Hauptdarstellerin Brit Marling lernten sich im Studium kennen und zogen gemeinsam in die Traumfabrik, wo sie nach zahlreichen frustrierenden Erfahrungen irgendwann beschlossen, ihre eigenen Projekte zu stemmen. Nach den beiden Kinofilmen „Sound of My Voice“ und „The East“ (in dem auch Ellen Page und Alexander Skarsgård mitspielten) ist „The OA“ nun die dritte gemeinsam verfasste Arbeit. (Auch schön: die Serie „Cucumber“ – MÄNNER-Archiv)

Brad Pitt half bei der Produktion

Für die Serie haben sich Batmanglij und Marling mit tollen Mitstreitern zusammengetan: Brad Pitts Firma Plan B half bei der Produktion, vor der Kamera standen unter anderem auch Emory Cohen („Brooklyn“), Hiam Abbass, Riz Ahmed (aktuell in „Rogue One“ zu sehen), Folk-Rockerin Sharon Van Etten oder „Harry Potter“-Star Jason Isaac. Und die fantastische Musik steuerte Zals ebenfalls schwuler Bruder Rostam Batmanglij bei, der mit seiner Band Vampire Weekend berühmt geworden war.

The OA

Foto: Twitter

Auch aus LGBTI-Hinsicht ist die Serie (die, wenn es nach Batmanglij und Marling geht, noch über die erste Staffel hinausgehen wird) bemerkenswert. Eines der High School-Kids, die Prairie für eine geheime Mission um sich zu scharen beginnt, ist der Transgender-Junge Buck, der von einem tatsächlichen Transgender-Teenager gespielt wird. Ian Alexander sorgte vor einigen Monaten im Internet für Aufsehen, nun gibt der 15-Jährige in „The OA“ sein Schauspieldebüt.

The OA

Regisseur Zal Batmanglij (Foto: Netflix)

„Zal und ich hatten ganz früh eine Vorstellung davon, was für ein Junge Buck sein sollte: transgender und asiatischer Abstammung“, berichtet Marling. „Unsere Casting-Agentin machte uns nicht viel Hoffnung, dass wir jemanden finden würden, der all diese Kriterien erfüllt. (Chinas größter TV-Star ist trans* – MÄNNER-Archiv) Doch dann versuchten wir unser Glück über Trans-Chatrooms – und bekamen eine unglaubliche Resonanz. Aber kein Bewerbungsvideo beeindruckte uns so sehr wie das von Ian. Der hatte sich selbst mit dem iPhone im Badezimmer gefilmt. Weil die Szene nach Blut verlangte, hatte er sogar Lebensmittelfarbe besorgt. Schon damals war die Ernsthaftigkeit und Lebendigkeit zu sehen, die er dann auch mit in die Rolle gebracht hat.“

Fotos: Netflix 


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