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Tom of Finland will Dich

... und was heute sonst noch wichtig ist

Unter dem ebenso verheißungsvollen wie eindeutigen Titel „I Want U“ beschäftigt sich DJ Hell auf der ersten Auskoppelung aus seinem im Frühjahr erschewinenden Album „Zukunftsmusik“ mit der Geschichte der Gay-Culture. Neben seiner Affinität zur House-Musik, Electro-AvantgardeMusik und Clubkultur hegte Hell schon immer ein großes Interesse für die unterschiedlichsten Kunst-Genres. So entstand in enger Zusammenarbeit mit der Tom of Finland Foundation aus Los Angeles das neue Video, welches Zeichnungen des berühmten finnischen Künstlers Touko Laaksonen alias Tom of Finland (1920–1991) zum Leben erweckt. „Die gesamte House(musik)-Szene ist musikhistorisch in den Underground-Clubs von Chicago und New York der 80’er-Jahre entstanden. Legendäre Night-Clubs wie „The Warehouse“ und „The Paradise Garage“ standen hier Pate, während DJ-Ikonen wie Larry Levan und Ron Hardy mit ihren House- und Discosounds die Nacht zelebrierten. DJ-Kultur und Gay-Culture verschmolzen und schufen somit die Basis der heutigen House- und Technoszene. Mein neues Album ist also nicht nur eine Hommage an diese Ära, sondern insbesondere an das Werk Tom of Finlands.“
S. R. Sharp, Vizepräsident der Tom of Finland Foundation, betont: „Clubs haben seit jeher als Tempel der Gay-Community fungiert; als ein Ort, an dem sich ihre Mitglieder frei entfalten konnten. Ohne Shirt, schweißbedeckt, sich der Musik und dem Moment hingebend. Wie diese Clublandschaft hat auch Toms Kunst dazu beigetragen, dass Generationen von Männern ihre Zweifel hinter sich lassen und die verschiedenen Kunstformen lustvoll genießen konnten.“ Das ganze erscheint passenderweise am 24. Dezember.

 

Verliert die Ukraine den ESC?

Wer beim Eurovision Song Contest gewinnt, der darf im folgenden Jahr alle zu sich einladen. Ergo müsste der ESC 2017 in der Ukraine stattfinden, denn in diesem Jahr hat Jamala in Stockholm gewonnen (MÄNNER-Archiv). Diese Tradition könnte jedoch gebrochen werden, denn die Planungen für den ESC in der Ukraine liegen Monate zurück. Schon die Entscheidung für den Veranstaltungsort kam verspätet. Zwischendurch hieß es sogar, der ESC könnte in Russland stattfinden (MÄNNER-Archiv). Denn Platz 3 in Stockholm belegte der Russe Sergei Lasarew – Silber ging an Australien, das den Grand Prix ohnehin nicht ausgerichtet hätte. Erst Anfang September hat sich das ukrainische Fernsehen NTU für die Hauptstadt Kiew entschieden (MÄNNER-Archiv). Doch die Sorgen bleiben bestehen, dass Kiew die Anforderungen an – und vor allem die Kosten für – die touristische Infrastruktur nicht stemmen kann. Immerhin rechnet der stellvertretende Bürgermeister Alexej Reznikov mit 20.000 Touristen. Wegen der Finanzierung ist zuletzt der Chef des TV-Senders zurückgetreten. Sein Vorwurf: Zu viel Geld aus dem Budget von NTU werde für den Eurovision Song Contest verwendet. (Mehr dazu im MÄNNER-Archiv)

Erstochen und zerstückelt

Bald acht Monate sind seit dem brutalen Mord an Bangladeschs LGBTI-Aktivisten Julhas Mannan vergangen, seither versteckt sich die queere Bevölkerung aus Angst. Die Community sei zusammengebrochen, sagt ein Aktivist gegenüber der Thomson Reuters Foundation, der aus Angst um seine Sicherheit anonym bleiben will. 15 Leute seien ins Ausland gegangen, zehn weitere hätten entsprechende Pläne. Im Moment gibt es „keine Bewegung, keine Sichtbarkeit, keine Aktionen.“ Im April war der Chefredakteur des ersten LGBT-Magazins von Bangladesch Rupbaan ermordet worden, auf eine an Brutalität kaum zu überbietende Weise. Der 35-jährige Julhas Mannan und sein Freund und Schauspieler  Mahbub Rabbi Tonoy wurden erstochen und zerstückelt. Eine Gruppe von Männern gab sich als Mitarbeiter eines Kurierdienstes aus, die ein Paket abgeben wollten – das gab ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes des Gebäudes an. Als er eine halbe Stunde später Schreie hörte, ging er nachsehen und wurde selber attackiert. Ansar al-Islam, eine Gruppe aus Bangladesch, die dem Terrornetzwerk al-Qaida angehört, bekannte sich später via Twitter zum Mord an Julhas Mannan. (Weiterlesen im MÄNNER-Archiv)

Bild: Tom of Finland Foundation/DJ Hell


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