December 14 2016 United States President elect Donald Trump is seen at a meeting of technology le

Trump kommt, Fanning geht

Weil Donald Trump Präsident wird, verliert der offen schwule Heeresminister Eric Fanning seinen Job

Donald Trump ist gestern mit deutlich mehr als den erforderlichen 270 Stimmen vom Electoral College als US-Präsident bestätigt worden. Die Ergebnisse werden zwar erst am 6. Januar offiziell im Kongress verkündet, aber viele US-Medien berichteten gestern übereinstimmend, dass Trump einen eindeutigen Sieg davon getragen hat. Viele hatten gehofft, die Wahlmänner und Wahlfrauen noch umstimmen zu können (MÄNNER-Archiv), aber das geschah nicht. Zwar stimmten zwei republikanische Wahlmänner für jemand anderen als Trump, allerdings verlor auch Hillary Clinton vier Stimmen, weil demokratische Wahlmänner für Bernie Sanders und andere ihre Stimme abgaben.

Das wäre ein einzigartiger Vorgang in der US-Geschichte gewesen

Das Recht dazu hatten sie, was auch für Republikaner das Argument dafür war, Trump nicht zu wählen. Eine Entscheidung gegen ihn, hätte 37 republikanische Abweichler gegen die Ergebnisse in ihren Bundesstaaten erfordert. Das wäre ein einzigartiger Vorgang in der US-Geschichte gewesen. Die meisten republikanischen Wahlleute kamen aus Bundesstaaten, in denen sie per Gesetz oder Eid dazu verpflichtet sind, für den Kandidaten oder die Kandidatin zu stimmen, der in ihrem Staat die meisten Stimmen bekommt.

Fanning (rechts) legte erst im Mai seinen Amtseid ab (Bild: Imago/ZUMA Press)

Fanning (rechts) legte erst im Mai seinen Amtseid ab (Bild: Imago/ZUMA Press)

Mit Trumps Amtsantritt geht auch eine kurze, aber historische Zeit in der US-Armee zuende: Heeresminister Eric Fanning, der mächtiste offen schwule Politiker der USA, verliert seinen Job. Erst im Mai diesen Jahres hatte der US-Senat, nach langer Verzögerungstaktik durch die Republikaner, die Nominierung von Eric Fanning als neuem Secretary of the Army angenommen (MÄNNER-Archiv). Damit war der 47-Jährige zum hochrangigsten schwulen Mann der US-Regierung aufgestiegen. Dass ein offen schwuler Mann erstmals die zivile Leitung der US-Streitkräfte übernimmt, war ein absolutes Novum in der US-Geschichte. Vor allem, wenn man bedenkt, dass erst im September 2011 die „Don’t ask, don’t tell“-Regel abgeschafft wurde. Ihr zufolge durften Soldaten keine homosexuellen Beziehungen in der Öffentlichkeit führen.

Ersetzt wird Fanning durch Vincent Viola, einen Milliardär ohne politische Erfahrung

Erstaunlich bei dieser hohen Personalie war auch, dass Fannings Homosexualität nicht Gegenstand der Debatte war. Im zuständigen Ausschuss hatte ihn kein einziger Senator dazu befragt oder seine Eignung in Frage gestellt. Der Vorsitzender dieses „Committee on Armed Services“, der Republikaner und ehemalige Präsidentschaftskandidat John McCain, hatte sich sogar dafür eingesetzt, dass Fanning so schnell wie möglich ins Amt kommt. Fanning hatte mitgeholfen, das Verbot von Transsexuellen im Armeedienst zu beseitigen (MÄNNER-Archiv). Ersetzt wird er durch einen Kandidaten, der typisch für das Trump-Kabinett ist (MÄNNER-Archiv): Vincent Viola, ein Milliardär ohne politische Erfahrung, aber mit einer langen Militärlaufbahn, bekommt Fannings Job, wie Trump am gestrigen Montag stolz verkündete.

Titelfoto: Imago/UPI Photo


2 Kommentare

  1. Detlef Raeckow

    Tja das Volk wollte es der Untergang der USA ist somit im Gange Trump wird USA großen Schaden zu fügen da er absolut keine Erfahrung hat nur weil er Multimillionär ist mein Mann mann kann Präsident werden hoffentlich wird er der kürzigste Präsident werden aller Zeiten


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