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Tuttlingen bekommt CSD-Verein

Die deutsche Provinz ist stolz und queer

In großen Städten CSD feiern kann jeder (MÄNNER-Archiv), aber in deutschen Kleinstädten ist das viel schwieriger. Aber natürlich gerade deswegen nötig. Das finden auch die Mitglieder des am Sonntag gegründeten CSD-Vereins in Tuttlingen, dem „IG CSD Tuttlingen-Donautal“. Sie beschreiben ihre Ziele so: „Der CSD-Verein wurde gegründet, um auch im Kreis Tuttlingen Flagge für die Vielfalt der LSBTTIQA-Community ( Lesben, Schwule, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle, Queere und Asexuelle Menschen) zu zeigen und eventuell bestehende Vorurteile abzubauen. Der Verein setzt sich auch durch seine Tätigkeiten dafür ein, dass HIV-positive Menschen nicht stigmatisiert werden.“ Also, das volle queerpolitische Paket. Was in Baden-Württemberg auch nötig ist. (MÄNNER-Archiv)

Es ist jetzt an der Zeit, auch in den kleineren Städten Pionierarbeit zu leisten

Der frisch gewählte Vorsitzende Harald Becker, der die Vereinsgründung auch angestoßen hat, findet, in vielen Großstädten wie Stuttgart oder Karlsruhe sei schon viel erreicht, aber in Tuttlingen und Umgebung sei man noch lange nicht so weit. Gegenüber schwaebische.de sagte er: „Daher ist es jetzt an der Zeit, auch in den kleineren Städten Pionierarbeit zu leisten. Wir leben in einer Zeit, in der das Versteckspiel ein Ende haben muss, denn es gibt dafür keine Gründe mehr.“ Das klassische, heterosexuelle Familienbild, will er auch in Tuttlingen erweitern: „Um diese Barriere zu durchbrechen, um sich für seine sexuelle Wahrnehmung nicht mehr schämen zu müssen, dafür kämpfen wir, dafür sind wir da!”

Die 15 Gründungsmitglieder haben sich viel vorgenommen

Die 15 Gründungsmitglieder haben sich viel vorgenommen. Sie wollen im nächsten Jahr in der Region sehr präsent sein, unter anderem mit einem Stand beim Tuttlinger Stadtfest. Für 2018 ist auch ein richtiger CSD-Umzug durch die Innenstadt geplant. Ein weiteres Ziel ist laut schwaebische.de die Einführung eines Gleichstellungsbeauftragten für die Region. Die Vereinsmitglieder, von denen fast alle LGBTI sind, kommen aus Spaichingen, Tuttlingen, Villingen-Schwenningen und Stuttgart und hoffen auf viele, weitere Mitstreiter.

Foto: PR

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