Romantik im Fitnessstudio

Der Tag im Zeitraffer (21.12.2016)

Die beiden Australier Nico Martina und Mikey Sinclair haben sich im Fitnessstudio kennengelernt – deshalb fand Nico, das sei ein guter Ort für einen Antrag. Zumal er Mikey mit einem getanzten Flashmob überraschen wollte, und da bietet sich ein Gym einfach an. Zuerst trainierten die beiden, während mehr und mehr Mitglieder des Fitnessstudios anfingen, zu Beyoncés „Love on top“ zu tanzen. Als dann die Musik zu „End of time“ wechselt, beginnt Nico mitzutanzen und schließlich geht er vor Mikey auf die Knie.

„Mit diesem Antrag wollte ich zeigen, dass Liebe Liebe ist – egal welche Sexualität Du hast“, erzählte Nico danach. Darum habe er die beiden Beyoncé-Songs gewählt. Er wolle später in seiner Erinnerung den Moment nochmal durchleben, darum wollte er mit seinem Freund etwas Besonderes schaffen. „Vielleicht eines Tages, wenn wir alt sind, können wir es mit unseren Kindern ansehen.“ (Der Süden von Australien hat Homopaare gleichgestellt – MÄNNER-Archiv)

Neue Fachstelle für Regenbogenfamilien

Düsseldorf bekommt von 2017 an eine Fachstelle für Regenbogenfamilien. Das hat der Rat der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt letzte Woche mit der Verabschiedung des Haushaltes für das kommende Jahr beschlossen. 74.000 Euro jährlich in den Jahren 2017 und 2018 plant Düsseldorf dafür ein. Träger der Fachstelle wird die Arbeiterwohlfahrt. Das Forum Düsseldorfer Lesben-, Schwulen- und Trans*-Gruppen hat den Förderantrag unterstützt, berichtet der Blog „duesseldorf-queer.de“.

Nach ähnlichen Beratungsstellen in Köln und München ist das das dritte Angebot für Regenbogenfamilien in Deutschland. Vor, während und nach der Familiengründung sollen Lesben und Schwule Hilfestellungen erhalten. Außerdem sollen neue Gruppenangebote aufgebaut werden. Daneben sollen auch andere familienbezogene Fachkräften in der Stadt Düsseldorf fortgebildet und sensibilisiert werden.

Klage gegen Facebook wegen Orlando-Massaker

Am 12. Juni 2016 erschoss Omar Mateen im „Pulse“ in Orlando 49 Menschen. Das FBI erklärte wenige Wochen später, es habe ich nicht um ein homophobes Attentat gehandelt – obwohl sowohl Omar Mateens Vater wie auch seine Exfrau kurz nach dem Attentat ausgesagt hatten, Mateen habe sich häufig homophob geäußert. Nun hatte er während des Attentats mehrfach Kontakt zu den Sicherheitsbehörden und dabei angegeben, Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat zu sein, ISIS, und die Tat in ihrem Namen zu verüben. Das Terrornetzwerk hatte sich am Tag nach dem Massaker auch zu der Tat bekannt.

Nun klagen die Familien dreier Opfer des Massakers gegen Facebook, Twitter und Google, weil die Unternehmen ISIS-Propaganda-Material verbreitet hätten. Die Klage wurde im US-Bundesstaat Michigan eingereicht. Die Familien der getöteten Javier Jorge-Reyes, Tevin Crosby und Juan Ramon Guerrero werden durch Keith Altman vertreten, der sagt: ISIS-Propaganda in den Sozialen Netzwerken habe Mateen zu der Schießerei im „Pulse” inspiriert (MÄNNER-Archiv).

Titelbild: Screenshot


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