MOSCOW RUSSIA OCTOBER 29 2015 Fashion designer Stefano Gabbana C attends the We Love Moscow ev

Gabbana: „Nenn mich nicht schwul”

Der italienische Designer ist ein Fan von Melania Trump und zieht sie gerne an

Das italenische Designerduo Dolce und Gabbana hat in den letzten Jahren einiges an Merkwürdigkeiten auf die Welt losgelassen, nicht zuletzt die deutlich anti-schwulen Kommentare und kritischen Aussagen über schwule Väter, mit denen sie sich Boykott-Aufrufe von unter anderem Elton John und Ricky Martin einhandelten (MÄNNER-Archiv). Aber, das scheint sie nicht zu stören, denn es gibt mehr: Stefano Gabbana freute sich auf Instagram diese Woche sehr darüber, dass die zukünftige First Lady der USA, Melania Trump, zu Silvester ein Dolce & Gabbana-Kleid trug. Viele andere Designer wollen Donald Trumps Ehefrau nicht einkleiden, weil sie nicht mit Trumps Politik assoziiert werden wollen oder ihr deutlich widersprechen. Gabbana hat damit offensichtlich kein Problem und ernannte Melania Trump per Hashtag zur „#DG Woman”:

Melania Trump #DGwoman ❤❤❤❤❤ thank you 🇺🇸 #madeinitaly🇮🇹

Ein von stefanogabbana (@stefanogabbana) gepostetes Foto am

Das Bild wurde von vielen Usern kommentiert, einige davon wurden deutlich kritisch. ac416 schrieb: „Es ist traurig, wenn ein schwuler Designer sich nicht darum kümmert, ob andere Gruppen unterdrückt werden. Braucht ihr wirklich noch mehr Geld?!?” Darauf antwortete Gabbana: „Nenn mich nicht schwul, bitte!! Ich bin ein Mann!!! Wen ich liebe, ist mein Privatleben!!!” Ah ja. Ein anderer Kommentar wurde noch deutlicher: „Er wünscht sich doch bloß, er hätte Frau Mussolini eingekleidet”.

 

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Ausriss via gay.it

Darüber, dass Trump ein Dolce & Gabbana-Kleid trug, wurde auch von der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera berichtet. Sie stellte die entscheidende Frage gleich in der Überschrift: „Chi Ha Paura Di Vestire Melania?”, „Wer hat Angst Melania anzuziehen?” Im Artikel wird Gabbana laut out.com so zitiert: „Bei allem Respekt: Das heißt doch nicht, dass ich die gleichen (politischen A.d.R.) Vorstellungen habe.”

Marc Jacobs und Tom Ford haben öffentlich gesagt, dass sie nicht möchten, dass Melania Trump ihre Kleider trägt

Das sehen viele Kollegen anders. Seit klar ist, dass Donald Trump neuer US-Präsident wird, haben viele von ihnen Stellung bezogen: Gabbanas schwule Kollegen Marc Jacobs und Tom Ford haben öffentlich gesagt, dass sie nicht möchten, dass Melania Trump ihre Kleider trägt. Calvin Klein, ebenfalls offen schwul, und Tommy Hilfiger wiederum, haben damit kein Problem und würden Melania Trump gern einkleiden.

Foto: Imago/ITAR TASS

Hier Stefano Gabbanas Instagram-Account


26 Kommentare

  1. Michael Sadewater

    Er schreibt, dass seine Liebe im Privaten stattfindet. Daran ist erstmal nichts Falsches. Was mich dann doch stört ist, dass er das Schwulsein damit verbindet, weniger männlich zu sein. In was für einer Welt lebt dieser Mann?

  2. Je Sed

    Trotz fortgeschrittenen Alters scheint er immer noch nicht mit seiner Sexualität klar zu kommen. Im Grunde ist das bedauernswert!

  3. Alexander Gallius

    Hmmm wird das nicht immer von den Verfechtern die immer sagen jeder soll und ist so wie er will, gepredigt? Wenn er sagt er will nicht so genannt werden, ist es doch seine Entscheidung! Da hat dann genauso wenig jemand drüber zu Werten, als wenn jemand sagt er ist „geschlechtlich nicht einzuordnen”… Oder „er ist ein einhorn”…. also gleiches recht für alle oder keinen…

  4. Christian Bauer

    Wenn man Wahrnehmungsstörungen hat, dann glaubt man, was man will …

    Ich bin NICHT schwul und die Trumps sind TOLLE Leute – der Arme Modemacher, ihm gehen anscheinend auch die guten Ideen für seine Arbeit aus!

  5. Oliver Krause

    Alexander Gallius Es geht ja darum dass er es wohl so gemeint hat „ich will nicht das ihr mich schwul nennt weil das etwas schlechtes ist” Wir waren zwar nicht dabei aber er ist ja schon öfter homophob aufgefallen…

  6. Alexander Gallius

    Oliver Krause er will es nicht! Was du da rein interpretierst ist deine sache…. Aber es ist sein Privatleben! Er brauch kein Vorbild sein noch hat er eine Verantwortung. Er ist ja kein Politiker, nur ein geschäftsmann dessen Privatleben privat ist!

  7. Christoph Matti

    er schämt sich. sitzt eben tief jungs. da kann man sich an der oberfläche arrangieren wie man will. er hörte als kind nie was gutes über solche. da nützt auch die gute küche italiens nichts. tja …

  8. Roman Lang

    Alexander Gallius , nee sehe ich nicht so, wer einer diskriminierten Minderheit angehört, in der aufgeklärten westlichen Welt und Europa, sollte dazu stehen, auch und gerade auch öffentlich, insbesondere wenn man eine beliebte Person der Öffentlichkeit ist .

  9. Wolf Nicolai Kronthaler

    Es war eine Antwort auf „a gay designer”. Was hat denn die sexuelle Orientierung vor der Berufsbezeichnung zu suchen? Sagt jemand umgekehrt „a straight designer”? Nein, und damit hat er Recht.

  10. Christian Alexander Beckmann

    Naja ich muss sagen ich mochte die beiden noch nie … und deren Mode ist einfach nicht schön …und wenn er ein guter Freund der Trumps ist gut dann haben Sie wenigstens jmd der Amerikas First Uschi einkleidet … die alte ist eh das Model Klappergestell… das was die beiden wollen …


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