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Preisgeld: 12.000 Euro für HIV-Projekte

Der HIV-Community-Preis sucht die besten HIV-Initiativen in Deutschland

Mit einem Preisgeld von bis zu 12.000,- Euro locken die Deutsche AIDS-Gesellschaft, die Deutsche AIDS-Hilfe, die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter (dagnä) und das Pharmaunternehmen Janssen alle Initiativen, die sich engagiert für Menschen mit HIV einsetzen, zur Teilnahme am HIV-Community-Preis. Noch bis zum 31. März 2017 heißt es: »Ihr habt in eurer Stadt ein tolles Projekt entwickelt, das den Alltag und die Lebenssituation HIV-positiver Menschen erleichtert – oder bedarfsgerechte Versorgungs-, Beratungs- und Begleitungsangebote für Menschen mit HIV geschaffen? Nutzt eure Chance und bewerbt euch um den HIV-Community-Preis!«

Der nach 2013 und 2015 zum dritten Mal ausgeschriebene Förderpreis richtet sich an Vereine, Verbände und gGmbHs sowie an Selbsthilfeorganisationen und Beratungsstellen, medizinische Einrichtungen und soziale Dienste. Damit sollen nachahmenswerte Ideen in der Früherkennung, Versorgung und sozialen Integration von Menschen mit HIV gefördert und Best Practice-Beispiele aus der Community bekannt gemacht machen – aus der Community für die Community.

Das Wissen um die Immunschwächekrankheit in der Bevölkerung ist noch sehr lückenhaft

Auch wenn mittlerweile klar sein sollte, dass sich HIV nicht auf einzelne Gruppen beschränkt, ist das Wissen um die Immunschwächekrankheit in der Bevölkerung noch sehr lückenhaft. (MÄNNER-Archiv) Dass es seit nunmehr 20 Jahren eine funktionsfähige Therapie gibt, mit der Betroffene nicht mehr ansteckend sind, ist dort offensichtlich noch immer nicht angekommen. Geschweige denn Maßnahmen wie die PrEP. Und so werden HIV-Infizierte nach wie vor diskriminiert. Das fängt bei der Partnerwahl an, geht im beruflichen Alltag weiter und hört bei Zurückweisungen in Arztpraxen noch lange nicht auf.

Die in den vergangenen Ausschreibungen eingereichten und ausgezeichneten Projekte sind so vielfältig, wie es die Community selbst ist. So wurden 2013 die Hannöversche AIDS-Hilfe, die AIDS-Hilfe Hamburg („Café Afrika“) und die Schwulenberatung Berlin gGmbH („Lebensort Vielfalt“) ausgezeichnet. 2015 setzte die Jury mit dem Integrationsprojekt „Helping Hand” (HIVCENTER der JW Goethe-Universität Frankfurt), dem „Kontaktladen Vision e.V.” (JES Bundesverband) sowie dem Projekt „AfroLebenVoice – Unsere Stimmen gegen Diskriminierung“ (AfroLeben+ Bundesweites Netzwerk HIV-positiver MigrantInnen), die insbesondere MigrantInnen und DrogengebraucherInnen niedrigschwellig erreichen, deutliche politische Signale.

Die Bewerbungsfrist für die aktuelle Ausschreibung endet am 31. März 2017

Der HIV-Community-Preis will aber nicht nur Initiativen und Projekte fördern, die sich der Verbesserung der Lebensqualität HIV-positiver Menschen widmen, sondern auch jenen, die die Prävention, z.B. durch niedrigschwellige Testangebote, fördern. Laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts leben in Deutschland etwa 15.500 Menschen, die nicht wissen, dass sie das Virus in sich tragen.

Die Bewerbungsfrist für die aktuelle Ausschreibung endet am 31. März 2017. Die Preisträger werden Mitte Juni 2017 im Rahmen des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses DÖAK in Salzburg ausgezeichnet.

 Alle Informationen online

Auf der Website des Preises sind nicht nur alle Informationen zusammengetragen, dort befindet sich auch das Online-Bewerbungsportal, mit dem die Bewerbung in wenigen Schritten durchzuführen ist. Angaben zum Projekt (Kurzbeschreibung), zur Idee und zur Planung, zu den Zielen, zur Umsetzung, Bewertung und Budgetierung sowie zur perspektivischen Selbsteinschätzung helfen der Jury aus Vertretern der Community, der Wissenschaft, der Akademie Waldschlösschen sowie der Kommunalpolitik, die eingereichten Beiträge zu bewerten. Fotos, Links (z.B. zu Filmen) und weitere Anlagen können ebenfalls hochgeladen werden.

www.hiv-community-preis.de

Foto: Shutterstock/Sergey Kohl

 


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