160524 SIEM REAP May 24 2016 Cambodian King Norodom Sihamoni Front attends a royal ploug

Der König hat keinen schwulen Sex

... und was heute sonst noch wichtig ist

Die Polizei in Kambodscha will drei Männer dingfest machen, die in sozialen Netzwerken ein Bild veröffentlicht haben, auf dem der König, Norodom Sihamoni, des Landes, per Fotomontage bei schwulem Sex dargestellt wird. Das Foto zeigt den Monarchen beim Verkehr mit zwei anderen Männern und wurde auf Facebook in Kambodscha und Thailand verbreitet. Schwuler Sex ist in Kambodscha legal, aber den König zu beleidigen gilt als extrem geschmacklos. Laut der Tageszeitung Cambodia Daily, will die Polizei die drei Männer verhaften, die als Urheber des Bildes gelten. Ein Sprecher des kambodschanischen Innenministers, Khieu Sopheak, sagte: „Wir haben drei Verdächtige identifiziert, zwei davon leben in Kambodscha, einer im Ausland. Den König zu beleidigen ist ein schweres Vergehen. Es ist, als würde man uns alle beleidigen.” Weswegen die Männer angeklagt werden sollen, ist unklar, denn Majestätsbeleidigung ist, egal was das Innenministerium verkünden lässt, kein Gesetzesverstoß in Kambodscha. Norodom Sihamoni ist seit 2004 der regierende Monarch, er ist unverheiratet und hat keine Kinder.

Malta übernimmt Ratspräsidentschaft

Ab 1. Januar 2017 hat Malta den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Fünf Gründe, warum das für die LGBTI-Gemeinde gut ist. Erstens: HIV ist ein Schwerpunkt: Jede Ratspräsidentschaft setzt sich selbst eigene Schwerpunkte der Arbeit. Der Vorgänger Slowakei hatte sich vorgenommen, sich auf Wirtschaftswachstum, den digitalen Binnenmarkt sowie die EU-Erweiterung zu konzentrieren. Malta dagegen rückt grenzübergreifende Zusammenarbeit, Fettleibigkeit bei Kindern und HIV in den Mittelpunkt. Zweitens: LGBTI-freundlicher geht es kaum Was die Rechte von Nicht-Heterosexuellen angeht, hat Malta in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Das hat die International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA) belohnt: Sie führt Malta seit 2015 als Nummer 1 in Europa, was Gleichstellung und Schutz vor Diskriminierung angeht. Drittens: Malta will uns Malta weiß, dass all diese Gesetze dem Land einen guten Ruf verschaffen. Deshalb wirbt es gezielt um nicht-heterosexuelle Touristen. Im Sommer 2016 hat das Fremdenverkehrsamt mit dem LGBTI-Reiseguide eine 44-seitige Broschüre vorgestellt, die deutsche Touristen auf die Insel locken soll. Die hat vor allem in der Hauptstadt Valletta eine lebendige Szene und einen Pride, bei dem dieses Jahr der Premierminister Joseph Muscat und sogar der christdemokratische Oppositionsführer Simon Busuttil mitgefeiert haben. Viertens: Der Bevölkerung gefällt’s Liberale Gesetze und ein Premierminister beim Pride bringen nichts, wenn die Bevölkerung nicht dahintersteht. 2006 befürworteten nur 18 Prozent der Bewohner eine Eheöffnung. Neun Jahre später waren laut Eurobarometer 65 Prozent dafür – das ist Rekord. Was die öffentliche Meinung zur Ehe für Homosexuelle angeht, hat sich keine Gesellschaft so schnell geöffnet wie die maltesische. Fünftens: Die Zukunft wird bunter Das vermeintliche LGBTI-Paradies Malta hat noch nicht genug. So arbeitet seit 2015 eine Kommission daran, das generelle Blutspendeverbot für Schwule durch eine 12-monatige Zölibat-Lösung (wie in Frankreich oder den Niederlanden) zu ersetzen. Außerdem befürwortet Premierminister Joseph Muscat, dass die eingetragene Lebenspartnerschaft auch den Namen Ehe erhält. Lesbische Paare sollen darüber hinaus bald die Möglichkeit zur künstlichen Befruchtung durch In-vitro-Fertilisation erhalten. (Weiterlesen im MÄNNER-Archiv)

Robbie Rogers und Greg Berlanti werden bald heiraten

Der offen schwule Fußballer Robbie Rogers und sein Partner, der Fernsehproduzent und Regisseur („Arrow”, „The Flash”) Greg Berlanti sind verlobt. Das gaben die beiden über Instagram bekannt. Berlanti schrieb: „2016 ist aus verschiedenen Gründen erinnerungswürdig – für mich, weil mein Herz sich auf das Doppelte vergrößert hat. Zunächst als mein Sohn Caleb geboren wurde, und zweitens als ich mich vor wenigen Tagen mit meinem Seelenverwandten verlobt habe. Obwohl ich immer davon geträumt habe, dass diese Dinge geschehen, bin ich nicht sicher, dass ich wirklich geglaubt habe, dass sie möglich wären.“ (Mehr dazu – MÄNNER Archiv)

Foto: Imago/Xinhua


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