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LGBTI-freundliche Arbeitgeber gesucht

MÄNNER-Kooperation mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) hat sich im kommenden Jahr dem Thema LGBTI verschrieben. Der offizielle Startschuss für das Themenjahr wird am 12. Januar 2017 mit einer Pressekonferenz gegeben, auf der Ergebnisse einer Umfrage zu Bevölkerungseinstellungen gegenüber Lesben, Schwulen und Bisexuellen vorgestellt werden.

Geplant sind unter anderem ein Aktionstag vor dem Brandenburger Tor am Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie, dem 17. Mai, eine Fachtagung zum Thema Mehrfachdiskriminierung, kulturelle Salons sowie die Vorstellung diverser Forschungsergebnisse, unter anderem zu Diskriminierungserfahrungen von LGBTI-Lehrkräften.

Bei der Beratungsstelle der ADS melden sich Betroffenen telefonisch oder per E-Mail. Dann werden die Petenten juristisch beraten. Wenn der oder die Betroffene es wünscht, wird das Unternehmen um eine Stellungnahme gebeten. Wie die ADS-Leiterin im MÄNNER-Interview erzählt, gab es mal den Fall eines schwulen Mitarbeiters an einer Tankstelle, der dazu verdonnert wurde, eine Frauenbluse zu tragen. Der Arbeitsgeber hatte herausgefunden, dass der Mann schwul ist (MÄNNER-Archiv).

Diversity

Weil wir das Themenjahr LGBTI eine super Idee finden, ist MÄNNER mit einer eigenen Aktion dabei: In Kooperation mit der ADS suchen wir das LGBTI-freundlichste Unternehmen. Dazu stellen wir jeden Monat auf m-maenner.de ein deutsches Unternehmen vor, das seinen queeren Mitarbeitern ein diskriminierungsfreies Umfeld ermöglicht, und lassen im Sommer abstimmen, wer in Sachen Diversity bundesweit am überzeugendsten dasteht.

Diversity

Diversity im Büro? (Foto: Shutterstock/Massimo1g)

Wenn Du für ein Unternehmen arbeitest, das Du als besonders aufgeschlossen erlebst und wo LGBTI-Diversity selbstverständlich gelebt und umgesetzt wird, dann schick uns eine Kurzbeschreibung an maenner-leserservice@brunogmuender.com. Gibt es dort, wo Du arbeitest, ein LGBTI-Netzwerk, das für Sichtbarkeit sorgt? Wird die spezifische Perspektive queerer Mitarbeiter im Hinblick auf die Ansprache der Kundschaft genutzt (Stichwort pink Marketing)? Wichtig: Das Vorschlagsrecht haben nur Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ist ein Gewinn für alle

Im Oktober hatten wir die MÄNNER-User gefragt, wer auf der Arbeit geoutet und auch glücklich damit ist: Eine große Mehrheit gab an, glücklich geoutet zu sein (MÄNNER-Archiv). Vor kurzem hatte der Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger der Völklinger Kreis (VK) die Berliner Verkehrsbetriebe und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Unternehmensberatung EY mit dem Max-Spohr-Preis ausgezeichnet. Ana-Cristina Grohnert von EY erklärte: „Ein vorurteilsfreies, offenes und für wirklich alle Mitarbeiter durchlässiges Arbeitsumfeld ist ein Gewinn für alle. Menschlich wie wirtschaftlich.“ Schließlich lägen die Vorteile einer LGBTI-freundlichen Unternehmenskultur auf der Hand (MÄNNER-Archiv).

Titelbild: Shutterstock/ASDF_MEDIA/Gustavo Frazao


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