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England begnadigt 50.000 schwule Männer

Dem Alan Turing-Law wurde vom Königshaus Gesetzeskraft verliehen

Das sogenannte Alan Turing-Gesetz wird durchgesetzt. Das heißt, dass 49.000 schwule Männer begnadigt werden, viele von ihnen posthum. Die neue Verordnung wurde der Queen nun zur Unterschrift vorgelegt, nachdem die Arbeit in den Ausschüssen abgeschlossen ist. Justizminister Sam Gyimah sprach von einem „außerordentlich guten Tag”.

„Diese Regierung verpflichtet sich Begnadigungen auszusprechen für Menschen die in der Vergangenheit wegen sexueller Vergehen verurteilt wurden, die heute unschuldig wären.“

Auf diesen Satz warten in Deutschland Tausende Männer, die noch nach 1945 nach § 175 verurteilt worden waren. Doch er kam nicht von Angela Merkel (zum Stand der Dinge in Deutschland – MÄNNER-Archiv) Ihre britische Amtskollegin,  Premierministerin Theresa May hat im letzten Jahr das Gesetz angekündigt, nach dem Tausende schwule Briten begnadigt und rehabilitiert werden.

„Wir können das geschehene Unrecht nie wieder gut machen”

Gyimah dazu: „Wir können das geschehene Unrecht nie wieder gut machen, aber wir haben uns dafür entschuldigt und etwas unternommen, um die Schmerzen, die wir verursacht haben, auszugleichen.” Das Mathematik-Genie Alan Turing war von der Königin 2013 begnadigt worden, fast 60 Jahre nachdem er sich das Leben genommen hatte. Er war 1952 wegen „unnatürlicher Unzucht” chemisch kastriert worden, wie auch viele Männer in Deutschland. (MÄNNER-Archiv). Premierminister Gordon Brown hatte sich schon 2009 für den Umgang mit Turing entschuldigt.

Turings Familie hatte eine vielbeachtete Kampagne angestoßen, um die Begnadigungen von Männern zu erreichen, die wegen der selben Sittlichkeits-Gesetze verurteilt wurden waren wie Turing. Die LGBTI-Organisation Stonewall teilte mit: „Ein weiterer Gleichbehandlungs-Meilenstein hat nun Gesetzeskraft. Je mehr unser gleicher Status Teil von Gesetzestexten wird, umso stärker werden wir als Community auch als gleichwertig wahrgenommen werden.”

Foto: Alan Turing-Denkmal (Shutterstock/Lenscap Photography)


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