csdberlin

Gesucht: Motto für Berliner CSD

Veranstalter wünschen sich ein politisches Statement

So kalt wie es aktuell ist, kann man kaum an die CSD-Saison denken. Doch natürlich laufen die Vorbereitungen für die Pride-Paraden bereits auf Hochtouren. (In Köln gibt es schwere Vorwürfe gegen die Veranstalter – MÄNNER-Archiv.) Dem CSD Berlin, der am 22. Juli stattfindet, fehlt noch ein Motto.

Traditionell sammeln die Veranstalter Vorschläge. „Wir wollen, dass die Community sich selbst Gedanken macht“, sagte Tatjana Meyer, Vorstand des Berliner Christopher Street Day dem „Tagesspiegel“. Allen sollte bewusst sein, dass der 39. Berliner CSD in einem Wahljahr stattfindet – nur zwei Monate vor der Bundestagswahl. (In Wien sollen homophobe Jugendliche am Pride teilnehmen – MÄNNER-Archiv.)

Vorschläge können bis zum 27. Januar eingereicht werden

Der Vorstand rund um Tatjana Meyer wünscht sich ein „politisch-knackiges“ Motto: „Man könnte zum Beispiel auf Aspekte wie die Eheöffnung oder den Rechtsruck eingehen.“ Im vergangenen Jahr sollte die LGBTIQ*-Demonstration mit dem Motto „Danke für nix“ darauf hinweisen, „dass in Sache Gleichberechtigung noch viel passieren muss“, erklärt Tatjana Meyer. Auch so ein allgemeineres Motto kann sie sich vorstellen. Der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt.

Am 2. Februar entscheidet sich, unter welchem Motto die Berliner Community demonstriert. Im Café Ulrichs in der Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße in Schöneberg sollen alle Mottos vorgestellt werden. „Am Ende des Abends wird mit Sicherheit ein Motto feststehen“, sagte Meyer der Berliner Tageszeitung. Bisher seien mehr als 20 Vorschläge bei den Veranstaltern des CSD eingegangen.

Wer eine Idee für ein CSD-Motto hat, kann dies noch bis zum 27. Januar unter der E-Mail-Adresse: motto@csd-berlin.de einreichen.

Titelfoto: imago/Bernd König


10 Kommentare

  1. Paul Ruhoff

    Wie wäre es damit: Du darfst dich nie für deine Gefühle entschuldigen oder dich dafür schämen.
    Betrachte sie als ein Zeichen dafür, dass du ein großes Herz besitzt und keine Angst davor hast, es anderen zu zeigen.
    Seine Gefühle offen zeigen zu können ist kein Zeichen der Schwäche, sondern der Stärke!

  2. Paul Ruhoff

    Marco Paulus natürlich .. ich denke nur, immer auf Konfrontation zu gehen hilft, aber nicht immer. Der letzte Satz könnte ein Motto sein, mit Blick auf die Stärke die wir zeigen, so zu sein wie wir sind, LGBT. Liebe ist universell. Was sagt denn ein Motto aus wie „gleiche Rechte für Ungleiche” Ich fühle mich nicht ungleich, im Gegenteil. Gleiche Menschen, gleiche Rechte! Weiterhin viel Spaß beim suchen — ;-).


Schreibe einen neuen Kommentar



Likes & Shares