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Taiwan plant Verbot von Homoheilern

Eine gesetzliche Neuregelung könnte schon in wenigen Wochen erfolgen

Das taiwanesische Gesundheits- und Sozialministerium hat Pläne veröffentlicht, Homoheiler-Therapien – sogenannten Konversionstherapien – zu verbieten. Nach Berichten mehrerer nationaler Zeitungen sollen damit Versuche strafbar gemacht werden, die sexuelle Orientierung oder die geschlechtliche Identität eines Menschen zu verbieten. Veröffentlicht wurde der Entwurf bereits am 30. Dezember – 30 Tage hat die Bevölkerung nun die Möglichkeit, sich zu den Plänen zu äußern. Danach werde die Regierung eine Neuregelung verabschieden, die mögliche Eingaben berücksichtige. Bereits im März könne das neue Gesetz in Kraft treten.

In Deutschland forderten zuletzt die niedersächsischen Jusos Therapien zu verbieten, die Minderjährige angeblich von Homosexualität „heilen“ könnten. Auf ihrer Landeskonferenz im Herbst beschloss der SPD-Nachwuchs einstimmig einen Antrag, der das Verbot fordert. „Derartiger homophober Hokuspokus hat im 21. Jahrhundert nichts mehr verloren“, erklärt der stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Arne Zillmer, der den Antrag einbrachte. (MÄNNER-Archiv)

Wenn das Verbot Wirklichkeit wird und Taiwan dem Beispiel Maltas folgt (MÄNNER-Archiv), würde sich das asiatische Land an die Spitze der homofreundlichsten Länder weltweit katapultieren. Denn Taiwan plant auch, die Ehe für homosexuelle Paare zu öffnen.

Ein Verfassungszusatz, der die juristische Definition des Familienbegriffs in der Ehegesetzgebung ändern würde, und so die Ehe öffnen, macht im Parlament in Taipeh große Fortschritte. Der Fraktionsvorsitzende der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) Ker Chien-ming sagte, dass der Zusatz zur Familiengesetzgebung für eine Lesung im Parlament bereit sei. Aller Voraussicht nach könne das neue Gesetz dann noch innerhalb der laufenden  Legislaturperiode verabschiedet werden. Er erläuterte, dass die Anordnung die Eheöffnung zu unterstützen, direkt von Präsidentin Tsai-Ing-wen ausgeht, aber „auch alle Mitglieder meiner Partei die Eheöffnung unterstützt“ würden MÄNNER-Archiv.

Titelbild: Shutterstock


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