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Knef erhält „schwäbischen Oscar”

Ulrich Michael Heissig gewinnt für seine Rolle als Irmgard Knef den Kleinkunstpreises Baden-Württemberg 2017

Der Kleinkunstpreis Baden-Württemberg geht in diesem Jahr an die Kabarettisten Werner Koczwara (Schwäbisch Gmünd) und Michael Krebs (Kupferzell, Hohenlohekreis) sowie an den gebürtigen Sindelfinger Ulrich Michael Heissig für seine Rolle der Irmgard Knef. An dem Wettbewerb beteiligten sich 53 Künstler. Er wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst seit 1986 ausgelobt. Die Preise sind mit je 5.000 Euro dotiert und werden zu gleichen Teilen vom Land Baden-Württemberg und Toto-Lotto finanziert. Unter den Kleinkunstpreisen in Deutschland genießt die Auszeichnung einen Sonderstatus, weil sie als einzige von einer Landesregierung als Staatspreis ausgelobt wird.

„Nun hab ich also mit 91 den schwäbischen Oscar bekommen”

Ulrich Michael Heissig erfand Irmgard, die verleugnete Zwillingsschwester von Hildegard Knef 1999 für ein erstes Soloprogramm. Seitdem ist er in sechs Soloprogrammen als Irmgard aufgetreten. Das aktuelle heißt „Ein Lied kann eine Krücke sein”. Er freute sich auf seiner Facebook-Page so: „Nun hab ich also mit 91 den schwäbischen Oscar bekommen…als Hauptpreisträgerin des staatlichen und stattlichen Kleinkunstpreis Baden-Württemberg 2017. Als gebürtige Ulmerin freut mich das sehr!!!eure Irmgard 🎉💃” Irmgard Knef ist die Gründungsmitglied des Vereins „Sorella non grata e.V.“ für Schwestern im Schatten berühmter Persönlichkeiten. Ganz Knef ist auch sie eine Kämpfernatur mit Herz und Verstand, einer Berliner Schnauze mit Esprit und einem Humor der trotz Feinheit auch mal derb sein kann.

„Kleinkunst ist viel mehr als nur Kunst auf kleinen Bühnen zu präsentieren”

Kunststaatssekretärin Petra Olschowski und Marion Caspers-Merk, Geschäftsführerin von Lotto Baden-Württemberg, werden die Preise am 25. April in der Stadthalle Biberach überreichen. „Kleinkunst ist viel mehr als nur Kunst auf kleinen Bühnen zu präsentieren. Aktuell, überraschend und vielfältig lebt sie von der Nähe zum Publikum. Die dichte Atmosphäre ermöglicht den direkten Austausch mit den Zuschauerinnen und Zuschauern und verleiht jeder Aufführung ihren ganz eigenen Charakter. Damit ist Kleinkunst ein fester Bestandteil der baden-württembergischen Kulturszene“, so Kunststaatssekretärin Petra Olschowski.

„Sämtliche Preisträger ebenso wie der Gewinner des Ehrenpreises wurden von einer elfköpfigen Jury ermittelt”

„Der Kleinkunstpreis ist zu einem Qualitätssiegel geworden. Dank ihm erreichen die Gewinner neues Publikum und steigern ihre Bekanntheit. Die aktuellen Preisträger bringen die Menschen nicht nur zum Lachen, sondern sprechen aus, was bewegt. Lotto wird die Kleinkunst und den Wettbewerb auch in Zukunft tatkräftig unterstützen“, betonte Marion Caspers-Merk, die Chefin der Landeslotteriegesellschaft. Sämtliche Preisträger ebenso wie der Gewinner des Ehrenpreises wurden von einer elfköpfigen Jury ermittelt. Zu ihr gehören der Stuttgarter Kabarettist Christoph Sonntag, Christoph Mohr und Lothar Hasl vom SWR, die Musik-Kabarettistin Annette Postel aus Karlsruhe sowie Sabine Bartsch vom Kulturzentrum Dieselstraße in Esslingen.

Fotos: Barbara Dietl, Robert Recker

irmgardknef.de


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